Für die Schulförderverein ist der Kontakt zu Eltern nicht nur wichtig, um Informationen weiter geben zu können. Das lässt sich gut per E-Mail oder zur Not auf althergebrachte Form per Handzettel erledigen.

Die Vereine brauchen vielmehr den Erstkontakt zu den Eltern, denn diese müssen für die Mitgliedschaft in den Fördervereinen gewonnen werden. Nur aufgrund der Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sind viele Unterstützungsleitungen der Fördervereine überhaupt möglich.

Ein guter Eindruck gleich am ersten Schultag

Bereits am ersten Schultag ruft sich zum Beispiel der Förderverein der Roggenbachschule Unterkirnach bei den Eltern ins Bewusstsein. Bei der Einschulungsfeier in der Schlossberghalle bietet der Verein alljährlich durch der Unterstützung vieler Mitglieder und Eltern ein gut bestücktes Kuchen- und Snack-Buffet, das in dieser Art ganz gewiss seinesgleichen bei Einschulungsfeiern sucht. So am ersten Schultag begrüßt, nehmen die Eltern den Verein von Beginn an wahr.

Das „Grüne Klassenzimmer“ liegt dem Förderverein der Gemeinschaftsschule Donau-Neckar sehr am Herzen.
Das „Grüne Klassenzimmer“ liegt dem Förderverein der Gemeinschaftsschule Donau-Neckar sehr am Herzen.

Auch in den folgenden Jahren, in denen die Kinder die Unterkirnacher Grundschule besuchen, ist der Förderverein der Roggenbachschule Dreh- und Angelpunkt für vielerlei Aktionen der Schule, aber auch in der gesamten Gemeinde. Unter diesem Gesichtspunkt fällt es auch nicht wesentlich ins Gewicht, dass die Einschulungsfeier aufgrund der Pandemie im vergangenen Herbst kleiner ausfallen musste.

Sei es das Ferienkarussell, die gut besuchte Ferienbetreuung in der Spielscheune, das Martinsfest für die gesamte Gemeinde oder Seepferdchen-Schwimmkurse und Spielgeräte für den Schulhof – auf den rund 150 Mitglieder zählenden Förderverein kann die Roggenbachschule trotz Pandemie noch immer bauen.

Hurra, der Eismann war da: Auch diese Aktion an der Niedereschacher Schule bereitete den Kindern und Jugendlichen viel Freude.
Hurra, der Eismann war da: Auch diese Aktion an der Niedereschacher Schule bereitete den Kindern und Jugendlichen viel Freude.

Ebenfalls nur eine Grundschule gibt es in Kappel. Sowohl die Schule als auch ihr Förderverein mussten in den vergangenen Monaten viele Einschränkungen hinnehmen. Zuerst die Sanierung der Schlossberghalle, die von der Schule normalerweise regelmäßig genutzt wird, und im Anschluss die Pandemie. Durch den langen Dornröschenschlaf sei der Kontakt zu den Eltern etwas abgerissen, wurde bei der Hauptversammlung des Vereins deutlich.

Ein Vesperbrettchen für jedes Schulkind

Die Vereinskasse freute sich aber einmal mehr über Einnahmen aus der Bewirtung beim Adventsmarkt des ZG-Raiffeisenmarktes in Villingen. Für die Schulkinder gab es zum vergangenen Schuljahresende ein Vesperbrettchen mit Namen. Auch so kann sich ein Förderverein positiv ins Gespräch bringen.

Wo es aktive Eltern gibt, hat es auch ein Förderverein leichter. Das zeigt sich in Unterkirnach und Kappel. Der Verein wird dann als wichtige Grundlage für viele schulische Aktionen außerhalb des Unterrichts wahrgenommen.

Das Team lässt sich nicht ausbremsen

Von einer aktiven Zeit konnte so auch der Förderverein der Gemeinschaftsschule Eschach-Neckar berichten. Zwar mussten auch hier wegen der Pandemie Aktionen wie beispielsweise das jährliche Busfahrtraining, die Landschaftsputzaktion sowie die Sporttage abgesagt werden, doch so ganz ließ sich das Team des Schulfördervereins nicht ausbremsen.

Das war einfach lecker!

Unter anderem überraschte der Verein im Sommer die Kinder und Lehrer in Fischbach, Niedereschach und Deißlingen mit einem Eiswagen. 1000 Kugeln Eis durften dabei verspeist werden. Auch so kann sich ein Förderverein ins Bewusstsein rufen. Auch bei den Schulentlass- und Einschulungsfeiern war der Verein mit dabei, ebenso wie beim Schulferienprogramm.

Die Tischtennsplatte kommt bei den Schülern in Mönchweiler super an. Auch der Förderverein hat dafür Geld beigesteuert. Bild: Cornelia ...
Die Tischtennsplatte kommt bei den Schülern in Mönchweiler super an. Auch der Förderverein hat dafür Geld beigesteuert. Bild: Cornelia Putschbach

In den 26 Jahren seit seiner Gründung leistete auch der Förderverein der Gemeinschaftsschule Mönchweiler erhebliche Unterstützungsarbeit. 150 000 Euro kamen der Schule aus Veranstaltungen und Spenden in dieser Zeit zugute, rechnete der Vorstand bei der Mitgliederversammlung vor. Die Liste der Projekte, die gefördert wurden, ist lang. Sie umfasst unter anderem ein der Schule zur freien Verfügung überlassenes jährliches Budget oder die Organisation der Berufsinformationsmesse „job4you“.

Nur noch um die 70 Mitglieder – und kaum Nachwuchs

Und dennoch hat der Förderverein der Gemeinschaftsschule ein Problem, die Eltern für eine Mitgliedschaft zu gewinnen: Er zählt nur noch um die 70 Mitglieder. Aufgrund der Pandemie bedingten Einschränkungen sei es bislang nicht gelungen, die Austritte von Eltern, deren Kinder die Schule verließen, durch Neueintritte zu kompensieren, klagen die Verantwortlichen. Hierzu sei die Werbung bei Elternabenden unabdingbar. Diese könne aber aktuell nicht erfolgen, so der Vorstand.

So wichtig ist die Arbeit der Förderer

„Tue Gutes und rede darüber“ – diese Maxime gilt wohl gleichermaßen für jeden der vier Schulfördervereine. Denn eines wird deutlich, wenn man die Arbeit der Vereine insbesondere während der vergangenen Monate betrachtet: Wenn den Eltern bewusst ist, wie wichtig die Arbeit der Fördervereine ist, und wenn sie wahrnehmen, was die Vereine leisten, unterstützen sie deren Arbeit.