Es gehört zum Älterwerden dazu, dass manches nicht mehr so geht, wie man es in jungen Jahren gewohnt war. Zur Unterstützung in dieser Lebensphase gibt es in Mönchweiler für Aufgaben des Alltags, für niederschwellige Hilfen, die Generationenhilfe. 30 ehrenamtliche Helfer, ein Bürgerbus, möglichst bald wieder das Café Zeitlos und Koordinatorin Sabiene Müller tragen zum Erfolg dieser Aktion bei. Im Bereich der Pflege allerdings braucht es weitere Hilfen und Unterstützungsangebote. Diese stellten Simone Moosmann vom Pflegestützpunkt beim Landratsamt und Viola Schumpp von der Beratungsstelle Alter und Technik auf Einladung der Generationenhilfe in der Alemannenhalle vor. Rund 40 Interessierte waren gekommen und erfuhren viel interessante Tipps rund um das Leben und Wohnen im Alter sowie über die Angebote und die Arbeit der Beratungsstellen.

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Einen Überblick über das Verfahren sowie die Kriterien bei der Beantragung eines Pflegegrades gab Simone Moosmann. Auch über die Folgen der Einstufung sowie die damit verbundenen finanziellen Leistungen der Pflegekasse hatte sie Informationen parat. Notwendige hauswirtschaftliche Hilfen allerdings könnten bei der Einstufung nicht berücksichtigt werden, sagte sie klar. Wer hier Unterstützung brauche, müsse sich nach einer anderen Lösung wie beispielsweise bei der Generationenhilfe umsehen. Unumwunden benannte sie auch die Höhe des notwendigen Eigenanteils in Höhe von 2000 bis 3000 Euro für einen Platz im Pflegeheim hier im Landkreis. Gleichzeitig hatte sie aber auch gute Nachrichten. Zum Jahresbeginn haben sich die Voraussetzungen geändert, nach denen Kinder die Heimunterbringung der Eltern mitfinanzieren müssen: Nur wer mehr als 100 000 Euro Jahreseinkommen habe, könne hier als Sohn oder Tochter noch herangezogen werden, erläuterte die Fachfrau.

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Die Sicherstellung der Lebensqualität, Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit im Alter ist eine der Ziele der Beratungsstelle Alter und Technik. Viola Schumpp stellte den Anwesenden einige Hilfsmittel vor, die hierzu beitragen können. Sei es ein mobiler Notruf, der ähnlich dem Hausnotruf, allerdings nicht an die eigenen vier Wände gekoppelt ist, oder für Schwerhörige ein Wecker mit Vibrationsmodul für unter das Kopfkissen – Die Möglichkeiten sind vielfältig. In der Musterwohnung „Beate“ des Landkreises, in die Viola Schumpp ausdrücklich einlädt, können solche Helfer angeschaut werden.

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Abschließend gab Bürgermeister Rudolf Fluck den Anwesenden noch einen wichtigen Gedanken mit auf den Weg: „Nehmen sie die Hilfe an. Es gehört zum Älterwerden dazu, dass man Hilfe benötigt. Das ist nichts Verwerfliches. Kommen sie gerne auf die Generationenhilfe oder die heute vorgestellten Stellen des Landkreises zu. Wir beraten kostenfrei und neutral.“

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