Im Club der sechs Villinger Mantelgemeinden fanden sich Brigachtal, Dauchingen, Mönchweiler, Niedereschach, Tuningen und Unterkirnach in Folge der Gründung der Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Villingen-Schwenningen in den 70-er Jahren zusammen. Aus der Not heraus, um damals ein Gegengewicht zur vermeintlich größeren und stärkeren Stadt zu bilden, schlossen sich die Landgemeinden damals zu einem Netzwerk zusammen. Bis heute vertreten sie ihre Interessen gegenüber dem großen Partner in vielen Bereichen gemeinschaftlich.

„Wir schauen, wo wir gemeinsam hinwollen“

Im Gegensatz zur Stimmungslage in den vergangenen fünf Jahrzehnten habe sich diese mittlerweile aber wesentlich entspannt, berichtet Martin Ragg. Das Verhältnis sei jetzt „enger und mehr auf das Ziel der gemeinsamen Entwicklung der Region gerichtet“. „Wir schauen, wo wir gemeinsam hinwollen“, sagt der Niedereschacher Bürgermeister.

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An seinen Vorgänger in der Funktion des Sprechers des Sechserclubs gerichtet sagt Martin Ragg: „Rudolf Fluck hat mit der Nachbarschaftshilfe ein tolles Thema platziert, das uns alle weiterbringt.“ Als Sprecher des Sechserclubs initiierte Rudolf Fluck die „Nachbarschaftshilfe 6er-Club“, ein Netzwerk der in den Mantelgemeinden tätigen Nachbarschaftshilfen. In diesem Netzwerk werden sich die dennoch weiter selbständig bleibenden Nachbarschaftshilfen mit ihren teils ganz unterschiedlichen Organisationsformen über Erfahrungen, Möglichkeiten und Ideen austauschen. Bereits dreimal trafen sich Vertreter der Nachbarschaftshilfen und die sechs Bürgermeister im vergangenen Jahr bei Workshops. Weitere solcher Treffen sollen regelmäßig folgen.

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Die Gründung dieses Netzwerkes Nachbarschaftshilfen erfolgte zusätzlich zum eigentlichen Verwaltungsgeschäft der Kommunen. Auch diesbezüglich habe es gemeinsam mit der Stadt Villingen-Schwenningen eine wesentliche organisatorische Verbesserung gegeben, lobt Rudolf Fluck. Zur Unterstützung der Bauleitplanungen der Gemeinden sei eine Personalstelle geschaffen worden, so dass diese Planungen künftig besser koordiniert werden können. „Dennoch weiß jeder Bürgermeister was er zu tun hat und wie er seine Gemeinde ins entsprechende Licht rücken kann“, so Rudolf Fluck abschließend mit einem gewissen Augenzwinkern.