Mit einer Erkundungsbohrung soll Ende Januar die Machbarkeit der sogenannten Kalten Nahwärmeversorgung für das Baugebiet Kälberwaid in Mönchweiler untersucht werden. Im Juni vergab der Gemeinderat von Mönchweiler den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie. Daraufhin hat die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem beauftragten Ingenieurbüro Schäffler Sinnogy und dem Büro für Geowissenschaften Christian Frey aus Waldkirch die Erkundungsbohrung ausgeschrieben. Im freihändigen Vergabeverfahren haben vier Unternehmen ein Angebot abgegeben. Wirtschaftlichster Bieter ist die Firma Erdwärme-Bohrungen Christian Koch aus Dotternhausen mit einer Angebotssumme in Höhe von knapp 21.500 Euro.

Bohrgenehmigung fehlt noch

Die Erkundungsbohrung soll am Rand des künftigen Baugebiets unterhalb des Nettomarktes erfolgen. Bestätigt sich die Möglichkeit der Kalten Nahwärmeversorgung durch die Erkundungsbohrung wie erwartet, kann das entstandene Bohrloch für das spätere System verwendet werden. Der Antrag für diese Erdwärmesondenbohrung wurde im Oktober beim Landratsamt gestellt. Die Genehmigung liegt aber noch nicht vor, so Bürgermeister Rudolf Fluck.

Idealer Untergrund

Die Fachleute gehen aufgrund des Untergrunds im Gebiet Kälberwaid davon aus, dass sich die Kalte Nahwärme dort problemlos umsetzen lässt. Geologische Untersuchen stellten bereits fest, dass der aus rotem Sandstein und Granit bestehende Boden ausgesprochen gut für solch ein Nahwärmenetz geeignet sei, berichtet Bürgermeister Rudolf Fluck bei einer früheren Gelegenheit. Zudem benötigt es keine Bohrung außerhalb des Baugebiets. Auf der Kälberwaid können bis zu 30 Bohrungen im öffentlichen Raum, also den Straßen und Wegen erfolgen.

Keine Heizzentrale nötig

Das Netz kommt im Gegensatz zur klassischen Nahwärme ohne Heizzentrale aus. Stattdessen macht sich die Technik die konstante Temperatur von ungefähr zehn Grad Celsius zunutze, die unter dem Erdboden vorherrscht. Diese Wärme wird von Erdwärmesonden aufgenommen. In den ungedämmten Rohren des kalten Nahwärmenetzes gelangt die Erdwärme zu den angeschlossenen Neubauten.