Nach 15 Jahren erfolgreicher Arbeit wird es im Senioreninternetcafé in Mönchweiler eine Neuausrichtung geben. Vom ersten Tag an war Helene Behrendt die gute Seele und Ansprechpartnerin für vielerlei Fragen, die sich für die ältere Generation bei der Nutzung von Computer und Laptop oder auch einem Tablet und Handy ergaben. Jetzt zieht sie sich aus dem Angebot unter dem Dach der Generationenbrücke zurück. Heinrike Wirsig übernimmt das Projekt, wird das Angebot aber etwas anders ausrichten.

Heinrike Wirsig übernimmt die Leitung des Internetprojekts für Senioren der Generationenbrücke Mönchweiler.
Heinrike Wirsig übernimmt die Leitung des Internetprojekts für Senioren der Generationenbrücke Mönchweiler. | Bild: Cornelia Putschbach

Im September 2006 startete das Internet-Café. Fünf Jahre zuvor, im Jahr 2001, war Mönchweiler zum ersten Mediendorf des Landes Baden-Württemberg ernannt worden. Aus Fördermitteln dieses Projekts richtete die Gemeinde in der Schule einen Computerraum ein. Die Generationenbrücke legte bereits damals den Fokus darauf, dass die Bürger nicht in zwei Hälften gespalten würden, nämlich diejenigen mit Computerkenntnissen und diejenigen ohne solche Kenntnisse. Deshalb sei schon bald die Idee eines Internetcafés insbesondere für Senioren entstanden, so erinnerte Armin Frank vor einiger Zeit anlässlich der Ehrung von Helene Behrendt im Rahmen des Neujahrsempfangs der Gemeinde. Im Computerraum der Schule konnten die Geräte nach Schulschluss durch die Senioren genutzt werden. Nicht zuletzt dank der Unterstützung mehrerer Schüler konnte dort auch manches Problem bei der Nutzung der für einige noch immer neuen Technik geklärt werden.

Ein Umbau des Computerraums und dann auch die Corona-Pandemie bremsten das Senioren-Internetcafé zuletzt allerdings aus. Die regelmäßigen Treffen müssen bis jetzt pausieren und damit auch mancher gleichzeitige Plausch bei einer Tasse Kaffee. Helene Behrendt sagt, für sie sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, das Internet-Café abzugeben. Nach der langen Pause sei für sie die Luft etwas raus und auch die neuen Räumlichkeiten in der Schule seien, soweit sie irgendwann eventuell wieder genutzt werden können, nicht mehr ideal.

Verbunden mit dem ausdrücklichen Dank für das langjährige Engagement an Helene Behrendt, gab Armin Frank, der Vorsitzende der Generationenrücke am Montagabend im Rahmen einer Onlinesitzung des Initiativkreises der Generationenbrücke bekannt, wie es mit der Einrichtung weiter geht.

Heinrike Wirsig übernimmt das Angebot. Allerdings wird es künftig keine regelmäßigen Treffen im Computerraum der Schule mehr geben. Die Unterstützung der Senioren wird sich vielmehr auf wertvolle Tipps und Ratschläge bei der alltäglichen Nutzung konzentrieren. Das kann im Moment telefonisch erfolgen und, sobald sich die Lage in der Pandemie wieder bessert, natürlich auch bei persönlichen Treffen oder bei einem gemütlichen Hock im Bürgercafé, hat sich Heinrike Wirsig vorgenommen. Sie möchte Ansprechpartnerin bei den kleinen, aber oft frustrierenden Problemen bei der alltäglichen Nutzung der Geräte sein. Keinesfalls soll die Arbeit eines gewerblichen Anbieters abgegraben werden, betont sie und sagt: „Ich bin auch weit davon entfernt, eine Expertin zu sein. Meine Stärke liegt eher beim Erklären auf einfachem Niveau.“