In Folge der Veröffentlichung der Stufe drei der landesweiten Lärmkartierung der Landesanstalt für Umwelt ist die Gemeinde Mönchweiler verpflichtet, jetzt ihren Lärmaktionsplan zu überprüfen und fortzuschreiben. Neue Vorgaben des Landes machen es der Gemeinde dabei leichter, Maßnahmen gegen Verkehrslärm zu ergreifen. Sie beinhalten unter anderem eine Absenkung der Grenzwerte für straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen sowie eine Verlagerung der Entscheidungskompetenzen hin zu den Kommunen.

Bürgermeister Fluck hofft jetzt auf Fortschritte

Bürgermeister Rudolf Fluck kommt die Änderung der Vorgaben des Landes entgegen. Er sagt: „Bisher war vieles nicht oder nur in sehr geringer Weise möglich. Jetzt sehen wir eine Chance, etwas zu erreichen. Wir haben Fachleute beauftragt und hoffen, dass die Dinge nun unterm Strich vorangebracht werden können.“

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Die Fortschreibung des Lärmaktionsplans geht die Gemeinde Mönchweiler jetzt in enger Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative Pro Mönchweiler an.

  • Ziele: Hauptziele des Lärmaktionsplans der Gemeinde Mönchweiler aus dem Jahr 2015 sind eine Geschwindigkeitsreduzierung in der Hindenburgstraße sowie Lärmsanierungsmaßnahmen entlang der B 33. Seit Aufstellung des Lärmaktionsplans hat sich allerdings in Sachen Lärmschutz nur sehr wenig getan. Entlang der Hindenburgstraße, also der L 181, bewertete das Landratsamt als zuständige Straßenverkehrsbehörde die Verkehrszahlen als zu niedrig, um geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen zu veranlassen. Der Bau der vorgesehenen Lärmschutzwand entlang der B 33 ist an den Bau des Lückenschlusses der B 523 gekoppelt. Nur in diesem Zusammenhang werden Kosten durch den Bund übernommen. Aktuell steckt das Bauvorhaben im Planfeststellungsverfahren.
  • Türöffner: Bürgermeister Rudolf Fluck hatte bereits im Sommer erklärt, den Lärmschutz wieder mehr in den Fokus rücken zu wollen. Ein entsprechender Bericht im SÜDKURIER über sein Vorhaben erwies sich dann als Türöffner, wie er jetzt berichtet. Aufgrund dieses Artikels meldete sich ein Freiburger Büro, das im Bereich der Verkehrsplanung und des Lärmschutzes über umfangreiche Erfahrungen verfügt, und bot seine Unterstützung an. Mittlerweile ist die Zusammenarbeit beschlossen. Das Büro ist beauftragt.
  • Verkehrszählung: Im Oktober erfolgte eine Verkehrszählung in beiden Verkehrsrichtungen der Hindenburgstraße beziehungsweise der Königsfelder Straße. Diese Zahlen können nun mit einer Messung aus dem Jahr 2016 verglichen werden. Bemerkenswert ist, dass bei der Zählung des PKW-Verkehrs nahezu die gleiche Anzahl von Fahrzeugen durch Mönchweiler fließt wie vor vier Jahren. Berücksichtigt man dann allerdings, dass derzeit aufgrund der Corona-Pandemie allgemein ein geringeres Verkehrsaufkommen herrscht, lässt das sogar auf einen grundsätzlichen Anstieg der Fahrzeugzahlen schließen.
  • Ausblick: Als nächster Schritt soll nun auf Grundlage der neuen Zahlen die Lärmbelastung der Gemeinde neu berechnet werden. Sobald diese Zahlen vorliegen, möchte man für die L 181 konkrete Schritte in Angriff nehmen.