Der Gemeinderat Mönchweiler hat die Entwurfsplanung für eine Erweiterung des Kinderhauses beschlossen. Sie sieht vor, dass die Erweiterung um zwei Gruppen in einem neuen Gebäudeteil untergebracht wird. An das Bestandsgebäude wird dieser zweigeschossige Bau mit einem Verbindungsgang angebunden.

Das Leitungsteam des Kinderhauses redet mit

An den jetzt vorliegenden Erweiterungsplänen wurde bereits geraume Zeit gefeilt. Das Architekturbüro Kamm, das bereits das Bestandsgebäude geplant hat, legte verschiedene Varianten vor. In enger Abstimmung mit dem Leitungsteam des Kinderhauses habe man die bestmögliche Lösung erarbeitet, so Bürgermeister Rudolf Fluck.

Der Betrieb trotz Bauarbeiten kann weiterlaufen

Dazu gehört auch, dass der Kinderhausbetrieb während der Baumaßnahmen weiterlaufen kann. Insgesamt werden durch die Erweiterung eine zusätzliche, dritte Krippengruppe für zehn Kleinkinder und im Ü3-Bereich nochmals 13 weitere Betreuungsplätze entstehen – zusätzlich zur übergangsweise eingerichteten Kleingruppe.

Das Kinderhaus Mönchweiler ist zu klein geworden und soll erweitert werden.
Das Kinderhaus Mönchweiler ist zu klein geworden und soll erweitert werden. | Bild: Cornelia Putschbach

Im Bestandsgebäude sind nur relativ geringfügige Arbeiten erforderlich. So wird zum Beispiel der bisherige Bewegungsraum zu einem Gruppenraum mit Schlafraum für die Krippe umgebaut. Im Obergeschoss wird ein bisheriger Gruppenraum dem Essbereich angegliedert.

Neuer Raum für mehr Bewegung

Im Untergeschoss des zweigeschossigen Erweiterungsbaus werden zwei Gruppen mit Nebenräumen untergebracht. Aufgrund der Hanglage des Geländes wird das Untergeschoss der Erweiterung dem ersten Geschoss des Bestandsgebäudes entsprechen. Im Obergeschoss der Erweiterung wird es einen neuen Bewegungsraum sowie einen Team-Raum für die Mitarbeiter und einen Lagerraum geben.

Außengelände wird ebenfalls erweitert

Das Gelände der Außenanlagen wird in Richtung Gartenstraße etwas erweitert werden. Bestehende Spielgeräte sollen unter anderem durch eine Matschanlage ergänzt werden.

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Auch für einen weiteren Platzbedarf in der Zukunft möchte man bei der Gemeinde Mönchweiler jetzt gerüstet sein. Die Pläne des Erweiterungsbaus sind so konzipiert, dass die Aufstockung um ein weiteres Stockwerk später möglich ist. Der Ausbaustandard des Erweiterungsbaus wird der Gleiche sein, wie der des Bestandsgebäudes. Materialien werden übernommen. Es wird also wieder ganz überwiegend in Holz gebaut.

Das Dach wird grün

Auf dem Flachdach soll eine Dachbegrünung mit Photovoltaikanlage installiert werden. Ebenso ist der Dämmstandard Effizienzhaus 40 geplant. Um das Bauvorhaben realisieren zu können, muss allerdings der bestehende Bebauungsplan angepasst und geändert werden.

Fluck will Einwände der Anlieger berücksichtigen

Nachdem jüngst Elterntaxis im Schulweg wieder für Unmut bei Anwohnern gesorgt haben, will der Bürgermeister vorsorgen, damit die Erweiterung die Problematik nicht verschärft. Die Erweiterung des Kinderhauses solle auf jeden Fall auch im Einklang mit der Nachbarschaft erfolgen, sagt Fluck. Man werde versuchen, die Einwendungen der Anlieger zu berücksichtigen.

Die Preissteigerung ist extrem

Bemerkenswert ist die Preisentwicklung des Erweiterungsbaus im Vergleich zum Bau des Bestandsgebäudes, der 2015 startete. Die Erweiterung wird voraussichtlich ziemlich genau so viel kosten wie das Bestandsgebäude, obwohl sie nur halb so groß ist. Für den Neubau werden 2,7 Millionen Euro kalkuliert, für den Umbau im Bestand 160.000 Euro, somit insgesamt 2,86 Millionen Euro.

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„Das Gebäude ist wirklich kein Luxusbau. Es ist eine wirtschaftliche Lösung, aber die aktuellen extremen Preissteigerungen müssen wir berücksichtigen“, sagt Architekt Stefan Kamm.

Nur wenige Zuschüsse in Aussicht

Zuschüsse wird es mit maximal wohl 18 Prozent über das Landessanierungsprogramm sowie außerdem über die Förderung von Niedrigenergiehäusern geben. Ergänzend möchte die Gemeinde Mönchweiler einen Antrag an den Ausgleichsstock stellen.

Andreas Staiger, Gemeinderat aus Mönchweiler, kritisiert die fehlende Förderung für solche Bauprojekte.
Andreas Staiger, Gemeinderat aus Mönchweiler, kritisiert die fehlende Förderung für solche Bauprojekte. | Bild: Cornelia Putschbach

Diesbezüglich verärgert ist Gemeinderat Andreas Staiger. Er sagt: „Ich halte es für einen politischen Skandal für ein Land wie Deutschland und das Bundesland Baden-Württemberg, dass es für den Bau einer Kindertagesstätte weder vom Bund noch vom Land eine besondere Förderung gibt.“ Zustimmung für diese Aussage erhielt der Gemeinderat von Bürgermeister Rudolf Fluck.

Rohbau soll noch in diesem Jahr stehen

Im Februar wird der Bauantrag für die Erweiterung eingereicht. Bis zum Juli hofft Architekt Kamm auf die Genehmigung. Dann soll auch das erste Ausschreibungspaket beschlossen werden. Wenn alles rund läuft, soll der Rohbau noch in diesem Jahr erstellt werden. Insgesamt rechnet der Architekt mit einem Jahr Bauzeit.