Im Garten von Karl-Heinz und Marita Beck in Mönchweiler grünt und blüht es an allen Ecken und Enden. Üppige Blumenrabatten säumen das Grundstück mit Blick auf eine große Streuobstwiese. Im ebenfalls von Blumen umgebenen Nutzgarten wächst eine vielfältige Auswahl an Obst- und Gemüse, im Umfang gerade richtig für den Zwei-Personen-Haushalt. Ein kleiner Teich neben der Terrasse rundet das gelungene Bild ab.

Umrandet von einem Blütenmehr erfreut dieser kleine Teich den Betrachter im Garten von Karl-Heinz Beck.
Umrandet von einem Blütenmehr erfreut dieser kleine Teich den Betrachter im Garten von Karl-Heinz Beck. | Bild: Cornelia Putschbach

Karl-Heinz Beck ist Vorsitzender des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins. Seit er im Ruhestand ist hat er sich noch mehr seinem Garten verschrieben als zuvor. Gefragt, ob denn dieser Sommer tatsächlich kälter und verregneter war als andere Sommer zuvor, betont Karl-Heinz Beck, er könne nur von seinem subjektiven Empfinden berichten.

Dieser kleine hellrote Geselle und seine Kollegen verrichten im Teich wertvolle Arbeit. Unter anderem sorgen sie dafür, dass der nahezu schnakenfreie Abend auf der Terrasse möglich ist.
Dieser kleine hellrote Geselle und seine Kollegen verrichten im Teich wertvolle Arbeit. Unter anderem sorgen sie dafür, dass der nahezu schnakenfreie Abend auf der Terrasse möglich ist. | Bild: Cornelia Putschbach

Messwerte habe er nur anhand dessen, was er in seinem Garten beobachtet. „Ich denke, dass dieser Sommer wieder eher früheren Sommern entsprochen hat. Wir hatten kein Frühjahr und der Sommer war tatsächlich verregneter und kälter“, bestätigt er und fügt an: „Besonders fällt mir das Unregelmäßige auf, am einen Tag heiß und trocken, am nächsten Tag wieder kalt und nass.“

Das könnte Sie auch interessieren

Regenwasser fängt Karl-Heinz Beck in einer Zisterne auf. „Mit dem Wasser gieße ich aber nur meine Kulturen, also zum Beispiel Salt und Bohnen. Wiese und Blumen bekommen bei mir kein Wasser“, erklärt er. In diesem Jahr sei die Zisterne nie leer gewesen. Im Vorjahr sei sie zum Beispiel zwei Mal leer gewesen, erinnert er sich und ergänzt, das deute tatsächlich auf ein feuchteres Jahr hin.

Auch im Nutzgarten von Karl-Heinz Beck blüht es kräftig. Auf kleiner Fläche wächst hier allerlei, was schön und lecker für den Genießer ist.
Auch im Nutzgarten von Karl-Heinz Beck blüht es kräftig. Auf kleiner Fläche wächst hier allerlei, was schön und lecker für den Genießer ist. | Bild: Cornelia Putschbach

Im Garten von Karl-Heinz Beck freut sich insbesondere der Phlox über mehr Feuchtigkeit. Er blüht in diesem Jahr reichlich. Zudem sei die Wiese jetzt noch richtig grün. Im vergangenen Jahr sei sie früh verbrannt gewesen, beobachtet Karl-Heinz Beck.

Aufzeichnungen bestätigen das Empfinden

Auch die Temperaturen seien in diesem Jahr niedriger, hat Karl-Heinz Beck beobachtet. Fein säuberlich notiert er zweimal am Tag, morgens und abends, die Wetterwerte in einen Kalender. Am Tag des Gesprächs sei es exakt ein Grad kälter gewesen als im Vorjahr, weiß er zu berichten. Das allein sei natürlich noch kein Beweis. Die niedrigeren Temperaturen zögen sich aber in diesem Jahr in seinen Aufzeichnungen im Vergleich zum Vorjahr tatsächlich durch.

Natur gerät durcheinander

Über die vergangenen Jahre allerdings beobachtet auch Karl-Heinz einen Anstieg der Durchschnittstemperaturen und vor allem im Frühjahr ein Durcheinander der Temperaturen. So sei es mittlerweile fast normal, dass zunächst der Pfirsichbaum blüht, dann der Kirschbaum und dann wieder Frost und Schnee komme.