Mönchweiler Bürger müssen künftig für ihr Wasser deutlich mehr bezahlen. Auch das Schmutzwasser wird teurer. Minimal günstiger wird das Niederschlagswasser. Die Gebühren werden aber nur für ein Jahr neu festgelegt. Dann wird wieder neu gerechnet.

Seit Januar 2021 kostet der Kubikmeter Frischwasser in Mönchweiler 1,92 Euro je Kubikmeter. Dieser Preis war auf zwei Jahre festgelegt. Deshalb musste die Gemeinde jetzt neu kalkulieren.

Reparaturen werden immer teurer

Insbesondere steigende Strompreise machen das Wasser jetzt teurer, erklärte Rechnungsamtsleiter Gebhard Flaig. Beispielsweise werden Pumpen zur Wasserförderung mit Strom betrieben. Außerdem werden Reparaturen im Leitungsnetz teurer. Zwar gebe es zahlenmäßig nicht mehr Rohrbrüche, aber jede einzelne Reparatur sei teurer, ergänzt er.

Aufgrund eines Wasserrohrbruchs fließt hier Frischwasser ungehindert ins Erdreich. Die Suche nach den Lecks ist meist aufwendig.
Aufgrund eines Wasserrohrbruchs fließt hier Frischwasser ungehindert ins Erdreich. Die Suche nach den Lecks ist meist aufwendig. | Bild: Cornelia Putschbach

Insgesamt rechnet die Gemeinde mit einem Gebührenbedarf von 314.000 Euro für das Jahr 2023 und einer prognostizierten Frischwassermenge von 139.000 Kubikmetern. Das bedingt einen neuen Gebührensatz von 2,16 Euro je Kubikmeter.

Unter den Spitzenreitern im Landkreis

Von Vergleichen mit anderen Gemeinden hält der Rechnungsamtsleiter nichts. Zu unterschiedlich seien die Bedingungen, zu denen jede Gemeinde das Trinkwasser für die Verbraucher beziehe oder fördere. Gleichwohl räumt er aber ein, dass Mönchweiler mit dem neuen Wasserpreis zu den Spitzenreitern im Landkreis zähle.

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„Ob die anderen Gemeinden ihre Preise halten können, halten ich für fraglich“, deutet Gebhard Flaig an und erklärt: „Wasser und Abwasser sollten immer kostendeckend kalkuliert werden.“

Die Abwassergebühren wurden in Mönchweiler zuletzt für das Jahr 2021 auf 2,10 Euro je Kubikmeter bei der Schmutzwassergebühr und 0,26 Euro bei der Niederschlagswassergebühr festgelegt. Ab Januar wird das Schmutzwasser 2,20 Euro je Kubikmeter kosten. Das Niederschlagswasser wird einen Cent günstiger. Es kostet dann 25 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche.

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Die Gebühr für das Schmutzwasser wird anhand des Gebührenbedarfs, also zum Beispiel den Kosten für die Klärung oder auch für den Erhalt des Kanalnetzes, und anhand eines Anteils am voraussichtlichen Frischwasserverbrauch in der Gemeinde berechnet. Der Berechnung für das Niederschlagswasser liegt anstelle des Frischwasserverbrauchs die versiegelte Fläche zugrunde.

Preise gelten für ein Jahr

Diese versiegelte Gesamtfläche wachse auf 351.000 Quadratmeter. Ursächlich dafür seien insbesondere Erweiterungen der Gewerbebetriebe, sagt Gebhard Flaig.

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Alle Gebührensätze beschloss der Gemeinderat nur für einen einjährigen Kalkulationszeitraum. Dann soll auf Vorschlag von Rechnungsamtsleiter Gebhard Flaig neu gerechnet werden, um der Kostenentwicklung im Energiebereich Rechnung tragen zu können.