Das Miteinander wird an der Gemeinschaftsschule Mönchweiler großgeschrieben. Doch der Schulalltag steht derzeit vor besonderen Herausforderungen. Wie an allen Schulen findet der Unterricht als Fernlernunterricht statt.

Ausrüstung wesentlich aufgestockt

Zwar kann diese Wissensvermittlung aus der Ferne den Unterricht vor Ort keinesfalls ersetzen, sind sich die Verantwortlichen an der Mönchweiler Schule einig. Doch dank umfangreicher Vorbereitungen während der vergangenen Monate und einer wesentlichen Aufstockung der digitalen Ausrüstung läuft es jetzt ganz gut. Noch gibt es allerdings im digitalen Bereich auch Defizite, wie Schulleiterin Susanne Meßmer klarstellt.

Extrem kurzfristige Vorgaben

Zum Leidwesen der Schule seien viele Vorgaben des Landes in den vergangenen Wochen extrem kurzfristig bekannt geworden. Der Organisationsaufwand, die gut 300 Schüler und ihre Eltern einzubinden, sei groß gewesen. „Gleichwohl sind wir richtig gut zufrieden wie die Sache mit dem Fernlernunterricht läuft“, sagt Susanne Meßmer.

Managementsystem für digitales Lernen

Aus pädagogischer Sicht erfolgte die Vorbereitung in Mönchweiler, indem man ein sogenanntes Lernmanagementsystem für digitalen Unterricht festgezurrt hat. Festgelegt wurde beispielsweise, dass die Schüler ab Klasse fünf jeden Vormittag dreimal 60 Minuten Fernlernunterricht haben. In dieser Zeit erfolgt Unterricht an der digitalen Tafel, einem Whiteboard, oder es werden, wie in jedem anderen Unterricht auch, Arbeitsblätter besprochen und gemeinsam Themen erarbeitet. Unterrichtet werden in dieser Zeit alle Schulfächer, nicht nur die Hauptfächer.

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20 Kinder in der Notbetreuung

Nachmittags arbeiten die Schüler an ihren Wochenplänen. Diese Arbeit wird durch eine Lehrersprechstunde begleitet. In der Grundschule gibt es für die Kinder Lernpakete und Videosprechstunden für Kinder und Eltern in kleinen Gruppen. 20 Kinder werden in der Notbetreuung in der Schule versorgt. Für sie habe man die Hürde hierfür bewusst extrem gering gehalten, sagt Susanne Meßmer.

Technisch läuft es reibungslos

Ganz bewusst hat sich die Gemeinschaftsschule Mönchweiler für die Plattform Microsoft Teams und gegen die an den meisten anderen Schulen verwendete Plattform Moodle entschieden. Das habe sich schon jetzt als goldrichtig herausgestellt, so Susanne Meßmer. Der Onlineunterricht läuft technisch reibungslos. Ganz wesentlich dazu beigetragen haben drei Lehrer, Daniel Hornberger, Stefan Broghammer und Sascha Mauch, die sich mit vielen Extrastunden dafür einsetzen, dass die Technik reibungslos funktioniert, lobt Susanne Meßmer deren Engagement.

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Notebooks können ausgeliehen werden

Natürlich könne man nicht voraussetzen, dass bei allen Schülern und Lehrern zuhause die technischen Voraussetzungen für solchen Fernlernunterricht vorhanden seien, weiß Susanne Meßmer. Außerdem sei auch klar, dass jüngeren Schülern dieses Arbeiten schwerer falle als älteren. Zusätzlich zu bereits vorhandenen Geräten wurden im Herbst 48 robuste Notebooks mit drehbarem Pad, Eingabestift und Touchfunktion angeschafft und konfiguriert, die Schüler jetzt ausleihen können. Etwa die Hälfte der Geräte wurde bislang abgerufen, erklärt Konrektor Lothar Reiner. Außerdem wird drei Schülern aktuell ein Arbeitsplatz in der Schule zur Verfügung gestellt, weil zu Hause kein ausreichender Internetanschluss vorhanden sei.

Warten auf Geld vom Land

Enttäuschung herrscht bei der Schule allerdings darüber, dass die von der Landesregierung aus dem Sofortprogramm Corona zugesagten Gelder für Lehrerendgeräte noch nicht geflossen sind. Die weit überwiegende Zahl der Lehrer muss private Geräte verwenden.

Weiteres digitales Projekt im Blick

Mittelfristig möchte die Gemeinschaftsschule Mönchweiler noch ein weiteres digitales Projekt angehen. Der Elternbeirat befasst sich gerade damit, wie es umgesetzt werden kann. Jeder Schüler soll einen eigenen Laptop oder eigenes Tablet für seine gesamte Schulzeit zur Verfügung gestellt bekommen. Manche Gemeinschaftsschulen oder auch Berufliche Schulen setzen dies bereits um. Für acht Euro im Monat sei es realistisch möglich, damit das Lernen der Schüler noch besser an die Erfordernisse unserer Zeit anzupassen, berichtet Susanne Meßmer.