Als im vergangenen Jahr der Turnverein Mönchweiler einen neuen Vorstand mit einer geänderten Struktur wählte, war nicht abzusehen, welche Herausforderungen auf das Team der Vorsitzenden mit Jochen Kübler, Caroline Bösinger und Wolfram Maiwald zukommen würden. Die Strukturänderung habe sich bewährt. Lediglich mehr Absprachen untereinander seien nun notwendig, fassen die drei Vorsitzenden des mit rund 700 Mitgliedern, darunter 685 Aktiven, größten Mönchweiler Vereins ihre Erfahrungen zusammen.

Die Gemeinschaft ist gut

Jetzt waren die Mitglieder neuerlich zu einer Versammlung eingeladen. Bei rund 30 Anwesenden fiel diese, offensichtlich Corona bedingt, deutlich kleiner aus als in den Vorjahren. Die Mitglieder halten dem Verein trotz einer Zwangspause im Übungsbetrieb die Stange. Nur wenige Austritte seien zu verzeichnen, ist zu vernehmen. Grund dafür sei, so ist sich der Verein sicher, die gute Gemeinschaft der Turner untereinander. Auch habe man recht schnell mit dem notwendigen Hygienekonzept in der GymHalle wieder mit dem Übungsbetrieb starten können. Für das Zurverfügungstellen „dieser Oase“ dankt der Turnverein der Eigentümerfamilie Hummel deshalb auch ausdrücklich.

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Viel von dem, was in den vergangenen Jahren sehr gut lief, konnte auch im Coronajahr noch stattfinden. So hat sich das neue Konzept des Turnerballs bewährt. Noch im Februar konnte der Ball mit rund 400 Besuchern in der binnen kürzester Zeit gefüllten Alemannenhalle gefeiert werden. Der Ball bildet einen wesentlichen Anteil an den Einnahmen des Turnvereins und ist damit eine entscheidende Basis für den Übungsbetrieb. Nicht zuletzt deshalb wünscht man sich im Vorstand aber ein stärkeres Engagement der Mitglieder bei diesem Ball. Für 2021 ist der Turnerball bereits abgesagt. Dank einer guten finanziellen Basis des Vereins wird es aber auch im kommenden Jahr keine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge geben.

Der Turnverein kann Orientierungslauf

Punkten kann der Turnverein Mönchweiler im sportlichen Bereich. „Besonders gut können wir Orientierungslauf“, sagte Jochen Kübler. In dessen Disziplinen war man 2019 mit Lars Maiwald sowie Chiara und Marvin Kagelmacher erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften vertreten. Auch in diesem Jahr verbuchte man bei den Orientierungsläufern wieder vordere Plätze in den Landesranglisten. Weitere Erfolge konnten im Laufteam und im Schülergruppenwettkampf beim Gaukinderturnfest gefeiert werden. 40 Teilnehmer absolvierten im vergangenen Jahr erfolgreich die Prüfung für das Sportabzeichen. Auch in diesem Jahr gab es das Training hierfür.

Schutzboden sorgt für großen Unmut

In einigen Sparten sieht der Turnverein Mönchweiler seine sportliche Arbeit aber gefährdet. Stein des Anstoßes ist der derzeit in der Alemannenhalle verlegte schwarze Schutzboden. Der Turnverein fordert unmissverständlich: „Der Boden muss raus!“. Er sei durch Straßendreck verschmutzt, bilde Stolperfallen und behindere den Aufbau von Geräten. Lasse die Gemeinde den Schutzboden, auf dem in der Halle derzeit etliche Termine wie Versammlungen und Sitzungen stattfinden, weiter liegen, könne der Turnverein seinen Übungsbetrieb dort nicht im gewünschten Maß abhalten, machte Jochen Kübler klar. Vor allem das Training für den Nachwuchs, die 208 Mitglieder unter 18 Jahren, erfolgte während der Coronazeit im Freien. Doch dafür werde es im Herbst und Winter jetzt zu kalt und zu nass, so der Vorsitzende.