Beim Musikverein Mönchweiler werden im Moment kräftig die Daumen gedrückt. Trotz aktuell steigender Inzidenzzahlen hofft man, dass das Engagement der Musiker nicht schon wieder ausgebremst wird. Anstelle des traditionellen Vatertagsfestes mit viel Musik und Geselligkeit möchte der Verein wenigstens ein „Essen to go“ anbieten. Die beliebten Gerichte, die ansonsten im Festzelt auf dem Schulhof serviert werden, sollen nun zum Mitnehmen angeboten werden. Doch das ist nur zulässig, wenn die Inzidenzzahlen wieder deutlich sinken.

Zum letzten Mal durften sich die Musiker aus Mönchweiler im November zu einer Probe treffen. Seither herrscht musikalischer Notstand, sagen sie mit einer gehörigen Portion Enttäuschung. Nach dem ersten Lockdown hatte das gemeinsame Musizieren wieder viel Freude bereitet. „Der Probenbesuch war hervorragend. Wir waren musikalisch viel weiter als in den Jahren zuvor“, erinnert sich der Vorsitzende Rolf Förnbacher. Auf ein Weihnachtskonzert hatten die Musiker gehofft. Sie wollten endlich wieder vor Publikum spielen. Zuletzt war das im Februar vergangenen Jahres der Fall. Abgesagt wurde auch der geplante Besuch der „Cailletos“ aus der Partnerstadt Chabeuil, die eigentlich an Pfingsten in den Schwarzwald reisen wollten. „Wir hoffen, dass es nächstes Jahr klappt“, blickt Förnbacher in die Zukunft.

Doch den Musikern fehlen nicht nur das gemeinsame Musizieren und die Geselligkeit. Auch die finanzielle Seite gilt es im Verein im Auge zu behalten, denn bei den ansonsten aus Konzerten und Festen erwirtschafteten Einnahmen klaffen große Lücken. Positiv sei aber, so Rolf Förnbacher, dass man bislang immerhin personell keine Verluste zu verkraften hatte. Trotz musikalischer Flaute und fehlender persönlicher Kontakte halten bislang alle Aktiven dem Verein die Treue. 31 Aktive und 16 Zöglinge zählen zu den musikalischen Stützen des Vereins. Seit März vergangenen Jahres kein Vatertagsfest, kein Weinfest, kein Weihnachtsmarkt, kein Konzert zu Weihnachten – So kann es aber nicht mehr lange weitergehen, betont Rolf Förnbacher. „Die Kosten laufen weiter und die Einnahmen brechen weg“, blickt er besorgt in die Zukunft.

Deshalb will der Musikverein am 13. Mai etwas Neues versuchen. In anderen Gemeinden wurde das Angebot eines „Essen to go“ durch Vereine schon erfolgreich praktiziert. Mit einer Auswahl der Klassiker aus der Küche des Musikvereins möchte man sich zumindest kulinarisch auch wieder in Erinnerung rufen.

Vorsitzendem Rolf Förnbacher und seinen Mitstreitern ist klar, dass die momentanen Inzidenzzahlen und die jüngste Verfügung der Gemeindeverwaltung selbst diese Form von Angebot nicht möglich machen. „Wir bereiten dennoch alles vor. Sollten die Inzidenzzahlen allerdings bis zum 13. Mai nicht viel besser werden, müssen wir natürlich schweren Herzens alles absagen“, weiß der Vereinsvorsitzende und fügt an: „Legen wir die Aktion aber jetzt schon zu den Akten, können wir, falls die Zahlen besser werden, kurzfristig nicht mehr reagieren. Die Hoffnung stirbt zuletzt.“