Einen Rückschlag muss Mönchweilers Bürgermeister Rudolf Fluck bei der Realisierung der Flächensolaranalage im Bereich des sogenannten alten Flugplatzgeländes nordwestlich des Gewerbegebiets Egert einstecken. Die EnBW, die er als Partner für den Bau der Anlage favorisiert hatte, macht einen Rückzieher.

FFH-Wiese ist Ausschlusskriterium

Das Planungsbüro, welches die Unterlagen für einen Aufstellungsbeschluss vorbereitet, habe feststellen müssen, dass sich ein Schutzgebiet auf einem Teil der vorgesehenen Flächen, eine sogenannte FFH-Mähwiese, entwickelt habe, ließ die EnBW den Bürgermeister wissen, wie dieser jetzt bekannt gab.

Eine solche FFH-Mähwiese ist eine artenreiche, wenig gedüngte, extensiv bewirtschaftete, also nur ein- oder zweimal im Jahr gemähte Wiese.

Bereits jüngst hatte Landwirt Michael Schleker in einer Sitzung des Gemeinderats vorgebracht, die Wiese sei keineswegs nur eine Magerwiese wie von Rudolf Fluck behauptet.

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Eine FFH-Mähwiese sei ein klarer Ausschluss für eine Photovoltaik-Freifläche, beschied die EnBW dem Bürgermeister. Das habe eine Rücksprache mit Empfehlungsverbänden und einem Ökologen ergeben.

Auf diesem Gelände nordwestlich des Gewerbegebiets Egert möchte Mönchweilers Bürgermeister Rudolf Fluck eine Flächensolaranlage ...
Auf diesem Gelände nordwestlich des Gewerbegebiets Egert möchte Mönchweilers Bürgermeister Rudolf Fluck eine Flächensolaranlage realisieren. Der Naturschutz durchkreuzt jetzt aber seine Pläne. | Bild: Cornelia Putschbach

Die verbleibende Fläche von 4,5 Hektar aber ist für die EnBW für den Bau einer Flächensolaranlage aus wirtschaftlichen Gründen nicht groß genug.

Bürgermeister bleibt bei seinem Plan

„Ich bedauere, dass man das nicht im Vorfeld geprüft hat“, kritisiert Rudolf Fluck ohne sich festzulegen, wer es hätte prüfen müssen.

Am Bau einer Flächensolaranlage für die Gemeinde möchte der Bürgermeister auf jeden Fall festhalten. Er hofft nun einen kleineren Energiedienstleister zu finden, der sich mit der Gemeinde Mönchweiler zusammentun möchte.

An der Fläche im Bereich des Flugplatzgeländes möchte der Bürgermeister wohl festhalten, weil sie ideal in der Nähe eines Netzeinspeisepunktes liegt.