Von Singen nach Villingen – das bewältigt man in einer halben Stunde mit dem Auto, in einer dreiviertel Stunde mit dem Zug oder in rund 23 Stunden zu Fuß. Acht Wanderer des Alpenvereins St. Georgen machten sich, organisiert von Blanche Schoch aus Mönchweiler, auf, um diese Tour zu laufen.

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Ständiges Auf und Ab

Start war am Samstagvormittag um 10 Uhr nach Anreise mit der Bahn am Bahnhof in Singen. Frohgelaunt ging es für die Gruppe los, um über den Schwarzwald-Jura-Bodensee-Fernwanderweg nach Villingen zu laufen. Auf den Höhen der Vulkankegel des Hegaus boten sich dabei nach strammen Anstiegen tolle Ausblicke und erste Fotomotive für die agile Gruppe. Doch schnell zog es die Wanderer weiter. Schließlich lagen insgesamt 78 Kilometer und bei ständigen Auf und Ab der Route knapp 2000 zu bewältigende Höhenmeter vor ihnen.

Pausen sind nicht drin

Von Singen führte die Strecke über Engen, Immendingen nach Villingen. Lange Pausen waren nicht eingeplant. An Schlaf war nicht zu denken. Einzig kurze Pausen und eine Einkehr im Hegau verschaffte den Füßen etwas Ruhe. Das abschließende Frühstück morgens um 7.30 Uhr hatten sich die Teilnehmer also redlich verdient.

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Wetter unter aller Kanone

Obwohl die Gruppe aus geübten Wanderern bestand, war die Tour „wieder mal eine echte Herausforderung“, sagte Jürgen Schoch. Schuld daran war neben den vielen Kilometern insbesondere das Wetter. Die durchwanderte Nacht begann mit tollem Mondschein. Bald nach Mitternacht aber zog der Himmel zu und bot statt Mondschein von nun an bis zum Morgengrauen Regen. Für Blanche Schoch ist das nicht die erste 24-Stunden-Wanderung, die sie organisierte. Im vergangenen Jahr sammelte sie erste Erfahrungen mit einer Tour von Lahr nach Königsfeld. Der Erfolg ließ sie nun neuerlich eine solche Fernwanderung anbieten.

Aufgeweicht und abgekühlt

Aufgeweicht und abgekühlt durch den Regen, war die gute Stimmung der Wanderer aber auch diesmal nicht zu bremsen. Die eine oder andere sich mühsam erlaufene Blase wird den Teilnehmern neben tollen Erinnerungen allerdings noch etwas erhalten bleiben.