Seit fünf Jahren lenkt der jetzt amtierende Gemeinderat die Geschicke Mönchweilers, legt Schwerpunkte der kommunalpolitischen Arbeit fest und entscheidet über Finanzen und Projekte. In diesen fünf Jahren wurde in der Gemeinde einiges bewegt. Doch wie weit konnten all die Punkte umgesetzt werden, die bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren ganz oben auf der Prioritätenliste standen?

  • Sondergebiet Abfallentsorgung: Im Vorfeld der damaligen Kommunalwahlen war in Mönchweiler intensiv diskutiert worden, welchen Rahmen ein Bebauungsplan für das Betriebsgelände der Firma Hezel haben sollte. Das Verlangen der Bürger nach größtmöglichem Schutz spiegelte sich darin wieder, dass drei Vorstandsmitglieder der Bürgerinitiative Pro Mönchweiler, Pascal Polaczek, Rolf Daschner und Volker Lehmann, auf der Liste der CDU kandidierten und mit hohen Stimmenzahlen in den Gemeinderat gewählt wurden. Ein Jahr nach der Wahl wurde der Bebauungsplan Sondergebiet Abfallentsorgung beschlossen. Nach einer Klage der Firma Hezel hob der Verwaltungsgerichtshof diesen Bebauungsplan im März 2018 wieder auf. Bis heute gibt es keinen neuen Bebauungsplan. Fraglich ist, ob es dem Gemeinderat gelingt, eine Lösung im Einvernehmen mit der Firma Hezel zu finden. Bei den jetzigen Wahlen kandidieren die Vertreter von Pro Mönchweiler nicht mehr.
  • Wohnpark: Nach einem Architektenwettbewerb im Jahr 2013 sollte in Mönchweiler endlich eine Seniorenwohnanlage mit der Gemeinde als Bauherrn entstehen. Bis zum Spatenstich dauerte es allerdings noch bis September 2015. Dem neuen Gemeinderat war es wichtig, dieses Projekt umzusetzen und so trieb er die Gemeindeverwaltung unter dem damaligen Bürgermeister Friedrich Scheerer durch Gründung eines Bauausschusses an, aus den Entwürfen tatsächlich den Wohnpark entstehen zu lassen. Im Herbst 2017 erfolgte schließlich die Eröffnung.
  • Baugebiete: Zum Zeitpunkt der vergangenen Gemeinderatswahlen standen in Mönchweiler trotz großer Nachfrage keine Bauplätze zur Verfügung. Im Gebiet Kälberwaid erfolgte damals gerade die Vergabe der letzten Plätze. Das Gebiet Bockschlor am Sportplatz sollte die Lösung bringen. Allerdings scheitert die Umsetzung bis heute an Grundstücksfragen. Aufgrund der Bedeutung des Gebiets für die Entwicklung der Gemeinde Mönchweiler soll nun ein Umlegungsverfahren der Gemeinde das Eigentum an den erforderlichen Flächen verschaffen. Durch den Abriss des alten Kindergartens in der Goethestraße entstehen dort im Moment acht Bauplätze. Außerdem sollen im Gebiet Kälberwaid III 60 bis 80 Wohneinheiten, im Wesentlichen in Ein- und Zweifamilienwohnhäusern, aber auch in Mehrfamilienwohnhäusern entstehen. Eine Regelung der Landesregierung zur Schaffung von Wohnraum ermöglicht die Ausweisung eines solchen Gebiets im beschleunigten Bebauungsplanverfahren.
  • Bau Kinderhaus, Erweiterung Schule: Beide Bauprojekte, Kinderhaus und erste Schulerweiterung, wurden noch durch den im Jahr 2009 gewählten Gemeinderat auf den Weg gebracht. Im März 2015, also rund ein Jahr nach der Wahl, erfolgte dann der Spatenstich für das Kinderhaus. In die Wahlperiode des jetzigen Gemeinderates fiel insbesondere die Erarbeitung eines Konzepts für das Kinderhaus. Bereits im September 2014 war Baubeginn für die erste Schulerweiterung. Im Frühjahr 2016 wurde die Erweiterung in Betrieb genommen. Der jetzige Gemeinderat beschloss eine weitere Erweiterung der Gemeinschaftsschule. Favorisiert wird im Moment der Umbau und die Nutzung des Wohnanbaus an die Grundschule für diese Erweiterung. Die Planungsaufträge sind vergeben.
  • Lärmschutz: Im November 2015 beschloss der Gemeinderat einen Lärmaktionsplan. Dieser beinhaltet zwei Schwerpunkte, die Bundesstraße und die Hindenburgstraße. Eine Umsetzung der im Lärmaktionsplan vorgesehenen Maßnahmen zum Lärmschutz erfolgte bislang nicht, weil Landratsamt und Regierungspräsidium die Voraussetzungen für eine Umsetzung als (noch) nicht gegeben ansehen. Für die Bundesstraße hofft man auf eine Neubewertung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens nach dem Bau des Lückenschlusses. Für die Hindenburgstraße als Landesstraße schließt das Landratsamt eine Geschwindigkeitsreduzierung aufgrund der derzeitigen Berechnungen der Lärmbelastung aus.