Das Baugebiet Kälberwaid, eine Mobilfunkanlage und das Zeyko-Areal: Es waren gleich drei Großprojekte, über die am Donnerstagabend in der Gemeinderatssitzung gesprochen wurde. Das ist der Stand:

Baugebiet Kälberwaid

Auf 24.000 Quadratmetern soll in Mönchweiler neuer Wohnraum entstehen – die Rede ist von dem Baugebiet Kälberwaid unterhalb des Netto-Marktes. Angedacht sind auf der Fläche 60 bis 80 Wohneinheiten, untergebracht in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in vier Mehrfamilienhäusern. Bezüglich der Mehrfamilienhäuser stellten zwei Bauträger bei der Gemeinderatssitzung ihr Konzept vor. Ihre Ansätze: sehr unterschiedlich.

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Erster Entwurf: Vier Mehrfamilienhäuser

Alexander Felde von Pro Immobilien aus Villingen-Schwenningen präsentierte einen Entwurf für vier Mehrfamilienhäuser mit 36 Wohnungen in verschiedenen Größen. Die Häuser sollen drei Vollgeschosse umfassen plus ein Staffelgeschoss mit jeweils zwei Penthouse-Wohnungen. Insgesamt sieht Pro Immobilien sechs Drei-Zimmer-Wohnungen vor, die restlichen Wohnungen sind als Zwei-Zimmer-Wohnungen ausgelegt.

Letztere können laut Felde aber nach Bedarf auch zu größeren Wohnungen umgeplant werden. Das Energiekonzept soll, so Felde, langfristig ausgelegt und die Häuser hoch gedämmt werden. Eine zentrale Energie- und Wärmeversorgung war vom Gemeinderat als Voraussetzung für die Planungen vorgegeben worden. Fotovoltaik und eine CO2-neutrale Holzbauweise seien vorgesehen, äußerte sich Architekt Franz Eisele. Zu den Kosten konnte Felde noch keine Angaben machen außer: „Es wird sich deutlich abheben von der Stadt Villingen und deutlich günstiger sein.“

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Zweiter Entwurf: Ein Mehrfamilienhaus und drei Doppelhäuser

Anders der Entwurf von Egon Mauch Bauprojekte aus Villingen-Schwenningen. Architekt Steffen Halder sieht in seiner Planung statt vier Mehrfamilienhäusern lediglich ein Mehrfamilienhaus und dazu drei Doppelhäuser vor. Das Mehrfamilienhaus ist mit elf Wohnungen geplant, diese zwischen 80 und 90 Quadratmetern groß. Der Aufbau: Drei Vollgeschosse und zwei Penthouse-Wohnungen. Bei den Doppelhäusern ist die nördliche Hälfte mit zwei Geschossen, die südliche mit drei Geschossen geplant. Dazu ein Carport pro Haushälfte. Der Gebäudetyp wiederholt sich, was, so Halder, für ein ruhiges Erscheinungsbild sorge. Die Häuser sollen in Holzbauweise erstellt werden.

Irritationen bei zweitem Entwurf

Das Konzept sorgte beim Gemeinderat für Irritationen. „Warum wurde nicht mit mehr Mehrfamilienhäusern geplant?“, wollte Gemeinderat Thorsten Wenner wissen. Grund für die Planung war für Steffen Halder dieser: Familien. Vor allem für junge Familien solle mit den Doppelhäusern Wohnqualität geschaffen und ein finanzierbares Eigenheim angeboten werden. Gemeinderätin Sabine Roth verwies darauf, dass gezielt Mehrfamilienhäuser an dieser Stelle gewünscht waren und sprach von einem „verschwenderischen Umgang“ auf der Fläche. Rudolf Fluck fand gut, dass „komplett Familien berücksichtigt“ wurden. Gemeinderat Wolfgang Eich schlug zwei Mehrfamilienhäuser und zwei Doppelhäuser vor. Zu den Kosten konnte Halder keine Aussage treffen.

Fluck schlug vor, die Pläne im Gemeinderat zu beraten und bei der Klausurtagung des Gemeinderates am 28. März ausführlich darüber zu sprechen.

Mobilfunkanlage in Planung

In Mönchweiler soll eine Mobilfunksendeanlage gebaut werden. Damit will die Telefonica Deutschland die Telekommunikations-Infrastruktur im Ort und entlang der B 33 verbessern. Ortsbaumeister Berthold Fischer erklärte die Ausgangslage: „Nur bei der Standortsuche ist eine Mitwirkung möglich.“ Und weiter: „Der Bau kann nicht abgelehnt werden. Er wird definitiv kommen.“ Wenn kein Standort vorgeschlagen werde, werde dies die Telefonica übernehmen, so Fischer. Aus Sicht der Verwaltung sollte der Standort im westlichen Gemeindegebiet liegen. Für den Standortvorschlag hat die Gemeinde bis zum 13. März Zeit.

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Fischer riet dazu, eine Fristverlängerung von drei Monaten zu beantragen. Die Gemeinde sollte außerdem überprüfen, ob die Schweizer Richtwerte als Maßstab bei der Suche zugrunde gelegt werden sollten. Gemeinderat David Löttrich wünschte sich zu der Standortsuche eine fachliche Beratung. „Eigentlich kommt nur das Gewerbegebiet oberhalb des Zeyko-Geländes Richtung infrage“, sagte Fluck – das Gebiet Richtung Peterzell. Wichtig sei: „So weit wie möglich weg von der Bevölkerung.“ Er frage sich, ob es dazu wirklich eine fachliche Beratung brauche. Nach kurzer Diskussion im Gemeinderat war man sich schließlich doch einig, den TUV Süd als Gutachter zu beauftragen.

Zeyko-Areal ist verkauft worden

Das Zeyko-Areal wurde an einen Investor verkauft. Das gab Bürgermeister Fluck in der Sitzung bekannt. Andrea Kühne von der Projektgesellschaft, die das Gelände vermarkten wird, bestätigte die Information auf Nachfrage: „Das gesamte Areal wurde am 28. Februar gekauft.“ Die vorhandene Halle müsse wieder mit Leben gefüllt werden und die rund 50 000 Quadratmeter Waldfläche stehe als Bauplatz zur Verfügung. Gewerbe soll angesiedelt werden. Der Investor werde sich bald mit der Gemeinde über Ideen und Vorstellungen austauschen, so Kühne. Die Übergabe an den Investor erfolge voraussichtlich im Mai. Fluck gab an, in der Gemeinderatssitzung am 26. März über konkrete Pläne zu informieren.