Es geht vorwärts beim geplanten Baugebiet Goethestraße in Mönchweiler. Allerdings benötigte die Gemeinde für die Aufstellung des Bebauungsplans und damit für den Beginn der Erschließung für die vorgesehenen acht Bauplätze doch rund ein Jahr länger als zunächst erhofft. Es gebe keinen einzelnen Grund für die Verzögerung, erläuterte Bürgermeister Rudolf Fluck dem Gemeinderat auf Nachfrage.

Viele kleine Verzögerungen

Viele kleine Schritte wie zum Beispiel eine artenschutzrechtliche Prüfung oder auch die Untersuchung des Baugrunds auf Altlasten hätten mehr Zeit benötigt als zunächst gedacht. Nun aber soll es voran gehen. Jetzt beschloss der Gemeinderat die durch Dominik Bordt vom Büro BIT-Ingenieure erarbeitete Entwurfsplanung mit Kostenberechnung und beauftragte die Verwaltung mit der Ausschreibung der Erschließung des Baugebiets. Nach einer beschränkten Ausschreibung könne die Auftragsvergabe Anfang Juni erfolgen, so die Gemeindeverwaltung.

Neue und längere Kanäle

Die Erschließung des Baugebiets umfasst die Hausanschlüsse der Bauplätze, den Ausbau des Spitzäckerwegs sowie die Verlängerung und auch Neuverlegung von Kanälen und Wasserleitungen. Zudem erfolgt in diesem Rahmen auch der durch die Stadtwerke dringend angeratene Austausch der Wasserleitungen im Stichweg Goethestraße 7 bis 9.

Spitzäckerweg wird auch ausgebaut

Der Ausbau des Spitzäckerwegs erfolgt auf einer Länge von 66 Metern auf der gesamten Länge des bisherigen Kindergartengeländes. Er wird dort mit einer Asphaltschicht versehen und erhält eine Fahrbahnbreite von vier Metern. Gehweg wird es aufgrund der niedrigen Verkehrsfrequenz keinen geben. Für die Erschließung rechnet Dominik Bordt mit Gesamtkosten in Höhe von rund 360 000 Euro.

Wer darf bauen – und zu welchem Preis?

Wer nun allerdings im Gebiet Goethestraße bauen kann, steht noch nicht fest. Es gebe eine ganze Reihe von Interessenten, so Bürgermeister Rudolf Fluck. Einen Kriterienkatalog für die Vergabe sei entworfen. Auch der Preis des Baulandes steht noch nicht fest. Dominik Bordt empfiehlt, mit der Festlegung zumindest zu warten, bis mit der Erschließung tatsächlich begonnen sei, denn erst dann stünden die tatsächlichen Erschießungspreise fest. Aktuell geht man allein für die Erschließung von Kosten von rund 120 Euro pro Quadratmeter aus. Hinzu kommen auf jeden Fall die Grundstückskosten. Erst wenn der Grundstückpreis festliege, mache es Sinn, mit der Bauplatzvergabe voranzuschreiten, sind sich Gremium und Gemeindeverwaltung Mönchweiler einig.