Die vier Kandidatinnen und Kandidaten der SPD für die Gemeinderatswahl in Mönchweiler stellten sich beim Feierabendbier im Löwencafé vor. Sabine Roth, Thorsten Fitzon, Heide Kühling und Alexander Ullrich luden mit ihrer Vorstellung dazu ein, nicht nur über die anstehenden Themen, sondern auch über drückende Anliegen ins Gespräch zu kommen.

  • Mehr Bürgerbeteiligung: An diese Tradition eines gemeinschaftlichen und engagierten Aufbruchs jener Jahre gelte es heute zum Beispiel mit mehr Bürgerbeteiligung anzuknüpfen. Der Gesprächsabend mit den vier Kandidaten der SPD solle in diesem Sinn dazu ermutigen, sich gemeinsam Gedanken zu machen und Ideen zur Entwicklung des Ortes zu sammeln, sagen die Kandidaten.
„Ich wünsche mir mehr Raum für die Aktivitäten der Vereine und auch für Bildungs- und Kulturveranstaltungen, bei denen man sich in Mönchweiler gerne trifft.“Heide Kühling,  67 Jahre, Pharmareferentin i.R.
„Ich wünsche mir mehr Raum für die Aktivitäten der Vereine und auch für Bildungs- und Kulturveranstaltungen, bei denen man sich in Mönchweiler gerne trifft.“Heide Kühling, 67 Jahre, Pharmareferentin i.R.
  • Beteiligung genossenschaftliche Bauträger: Die meisten kommunalpolitischen Themen sind gesetzt, etwa der Umbau des katholischen Gemeindezentrums zu einem Bürgerzentrum, die Erweiterung des Schulgebäudes und auch des Kinderhauses oder die Erschließung von Bauflächen. Wenn man aber beispielsweise Mönchweiler für Familien und junge Erwachsene als Wohnort attraktiver machen könne, gab Alexander Ullrich zu bedenken, hänge sehr davon ab, dass es bezahlbaren und passenden Wohnraum gebe. Hier sollte die Gemeinde durchaus Akzente setzen, indem sie auf genossenschaftliche Bauträger aktiv zu gehe, sagte Sabine Roth.
  • Ideenbörse: Eine öffentliche Ideenbörse könne helfen, für das neue Bürgerzentrum ein lebendiges Nutzungskonzept zu entwickeln. So wünscht sich die Kanddiatin Heide Kühling neben Raum für die Aktivitäten der Vereine auch Bildungs- und Kulturveranstaltungen, bei denen man sich in Mönchweiler gerne trifft.
„Es muss bezahlbaren und passenden Wohnraum geben. Hier sollte die Gemeinde Akzente setzen, indem sie auf genossenschaftliche Bauträger aktiv zu geht.“Sabine Roth, 58 Jahre, Entwicklungsingenieurin
„Es muss bezahlbaren und passenden Wohnraum geben. Hier sollte die Gemeinde Akzente setzen, indem sie auf genossenschaftliche Bauträger aktiv zu geht.“Sabine Roth, 58 Jahre, Entwicklungsingenieurin
  • Öffentlicher Personennahverkehr: Andere Themen wie die Verkehrssituation seien seit langem ein Anliegen. Im Gespräch wurden dazu einige Ideen entwickelt, um etwa mit der Einrichtung von Mitfahrerbänkle, wie sie in benachbarten Gemeinden bereits aufgestellt wurden, die Mobilität von älteren Menschen im Ort zu verbessern, überlegen die vier SPD-Kandidaten. Auch wolle man mit der SBG ins Gespräch kommen, um die Option eines Kurzstreckentickets für Busfahrten innerorts oder an den Stadtrand von Villingen prüfen zu lassen.
  • Verkehrsberuhigung: Der in den letzten Jahren stark zugenommene Verkehr in der Hindenburgstraße stelle, so erklärte Thorsten Fitzon, nicht nur für die unmittelbaren Anwohner, sondern auch für jene, die die Straße überqueren wollen, eine große Belastung dar. Wegen der Ausweisung als Landesstraße seien intelligente verkehrsberuhigende Lösungen gefragt. Vorgeschlagen wurden neben einem zusätzlichen Zebrastreifen am oberen Straßenabschnitt Verkehrsinseln an den Ortseinfahrten und die Umgestaltung der Kreuzung zwischen Herdstraße, Hindenburgstraße und Kronenweg durch einen Kreisverkehr. Aber auch die Verkehrsleitung wurde angesprochen. So fragte sich ein Bürger, warum von Königsfeld kommend der Verkehr zur A 81 Richtung Singen durch die Hindenburgstraße und nicht auf die B33 ausgeschildert werde.
„In der Hindenburgstraße sind intelligente, verkehrsberuhigende Lösungen gefragt. Die Belastung für unmittelbare Anwohner und Passanten muss besser werden.“Thorsten Fitzon, 49 Jahre, Referent  an der Hochschule Furtwangen
„In der Hindenburgstraße sind intelligente, verkehrsberuhigende Lösungen gefragt. Die Belastung für unmittelbare Anwohner und Passanten muss besser werden.“Thorsten Fitzon, 49 Jahre, Referent an der Hochschule Furtwangen
  • Konsequenzen: Die Diskussion zeigte, dass an dieser Stelle Handlungsbedarf besteht. Die SPD-Kandidaten wollen sich für ein Bündel von Maßnahmen einsetzen, zu dem auch eine bessere Durchsetzung der Geschwindigkeitsbegrenzung zähle. Dies könne dazu beitragen, dass der Ort in seinem historischen Kern nicht noch weiter durchschnitten werde und die Hindenburgstraße von allen sicher genutzt werden könne.
  • 100 Jahre SPD Mönchweiler: Auch wenn der Termin der Veranstaltung auf den ersten Blick unglücklich gewählt schien, für den gleichen Abend hatte der 1. FC Mönchweiler zum 100. Gründungsjubiläum eingeladen, so sei das Bürgergespräch nicht als eine Konkurrenzveranstaltung gedacht gewesen. Man habe darauf geachtet, den Gesprächsabend vor dem Beginn des Festakts in der Alemannenhalle zu beenden, betonen die Kandidaten. Es sei bemerkenswert, führen sie weiter aus, dass die Anfänge des Fußballclubs vor 100 Jahren auch von jenen Personen getragen worden waren, die im gleichen Jahr 1919 in Mönchweiler einen SPD-Ortsverein gegründet hatten. 100 Jahre SPD in Mönchweiler werde man im Herbst ebenfalls noch gebührend feiern.