Ein närrisches Jubiläum kann die Dorffasnet der Generationenbrücke Mönchweiler, die Narretei um drei nach drei, in diesem Jahr feiern. Zum elften Mal trafen sich Mönchweilers Senioren am Samstag in der Aula der Gemeinschaftsschule, um Fasnet zu feiern. Wie gut die Veranstaltung mittlerweile ankommt, zeigt die Besucherzahl. Knapp 100 Gäste sorgten für fastnachtliche Stimmung. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Wolfgang Kratt und die Bewirtung erfolgte durch das Cateringteam der Gemeinschaftsschule.

Volles Haus und gute Stimmung bei der Narretei um drei nach drei der Generationenbrücke in Mönchweiler. Knapp 100 Besucher sind an diesem Samstagnachmittag in die Aula der Gemeinschaftsschule gekommen und feiern Fasnet für Jung uind Alt.
Volles Haus und gute Stimmung bei der Narretei um drei nach drei der Generationenbrücke in Mönchweiler. Knapp 100 Besucher sind an diesem Samstagnachmittag in die Aula der Gemeinschaftsschule gekommen und feiern Fasnet für Jung uind Alt.

Zu einem festen Bestandteil und Höhepunkt der Narretei um drei nach drei haben sich im Laufe der Jahre die sechs singenden Kirchturmkrähen entwickelt. Ihr unumwundenes Lieblingsthema sind die Männer mit all ihren Vorteilen, Nachteilen und den Sehnsüchten, die sie auslösen. Doch auch ihr in die Jahre gekommener Sex-Appeal, sowie die Einkaufssucht mancher Frau und der Frust vor dem nie, aber wirklich gar nie ausreichend gefüllten Kleiderschrank, wird bei den durch Matthias Faller am Flügel begleiteten Kirchturmkrähen zum besungenen Thema. "Oh heiliger Vergiss uns nicht und schick uns einen Mann", forderten die Sängerinnen Sabine Müller, Hildegard Kayan, Cäcilia Faller, Johanna Pfauntsch, Sybille Kieninger und Leonore Müller ausgestattet mit Gebetbuch im sakralen Sechsklang. Ob diese Bitte erhört wird, bleibt offen, die vehemente Forderung der Zuhörer nach einer Zugabe hatte auf jeden Fall erfolg.

Sie sind bei der Narretei um drei nach drei in Mönchweiler ein Garant für gute Laune und spritzige Texte: Die durch Matthias Faller am Flügel begleiteten Kirchturmkrähen Sabine Müller (von links), Hildegard Kayan, Cäcilia Faller, Johanna Pfauntsch, Sybille Kieninger und Leonore Müller.
Sie sind bei der Narretei um drei nach drei in Mönchweiler ein Garant für gute Laune und spritzige Texte: Die durch Matthias Faller am Flügel begleiteten Kirchturmkrähen Sabine Müller (von links), Hildegard Kayan, Cäcilia Faller, Johanna Pfauntsch, Sybille Kieninger und Leonore Müller.

Dass auch eine einfache Schreibmaschine Unterhaltungswert haben kann, bewiesen Helene Berendt und Mike Blank. Beim hängenden "F" hilft eben weder ein Update noch ein Stromanschluss. Elke Bösinger und Leonore Müller präsentierten dann ihre Sicht der Leute von heute. Der Arzt habe den beiden mit den Worten: "Sie haben nicht alle Tassen im Schrank", das Porzellansyndrom bescheinigt, so taten sie kund.

Im weiteren Programmverlauf, immer wieder unterbrochen durch Schunkelrunden, zeigten die Mädchen des Turnvereins einen flotten Tanz und Cäcilia Faller begab sich als Armanda Kunigunde Schätterle auf Männersuche.

Die Mädchengruppe des Turnvereins Mönchweiler zeigt beim Fasnetnachmittag der Generationenbrücke Mönchweiler einen flotten Tanz.
Die Mädchengruppe des Turnvereins Mönchweiler zeigt beim Fasnetnachmittag der Generationenbrücke Mönchweiler einen flotten Tanz.

Antonia Nerlinger und Elke Bösinger gedachten auf ihrem Bänkle vermeintlich längst vergangenen Zeiten und Rosi Hofbauer verriet bei ihrer Narretei-Premiere das Geheimnis ihres heißen Höschens.

Elke Bösinger und Antonia Nerlinger (von links) unterhalten sich auf ihrem Bänkle über längst vergangene Zeiten.
Elke Bösinger und Antonia Nerlinger (von links) unterhalten sich auf ihrem Bänkle über längst vergangene Zeiten.

Doch was wäre die Narretei um drei nach drei ohne Heinz-Jörg Kretschmer? Er war am Samstag der Mann fürs Programm, für Organisation und Technik und außerdem für die Moderation. Darüber hinaus erklärte er seinen Zuhörern die Eigenheiten seines vernetzten Haushalts und setzte sich mit dem von zwei Mönchweiler Fotografen für ihren Aktkalender geforderten Männerbild mit Waschbrettbauch auseinander. Als Klara blies er einmal mehr zur Attacke und kommentierte Mönchweilers Kommunalpolitik: Pro Mönchweiler, Wasserverluste, Baugebiete und die Gastronomie – Nichts blieb unerwähnt. Immer nach dem Motto: "Von wegen wir haben's schöner. Da brat mir doch einer einen Döner!"

Heinz-Jörg Kretschmer nimmt das von Mönchweiler Fotografen für einen Aktkalender geforderte Männerbild aufs Korn und bezieht sich dabei auf einen Bericht im SÜDKURIER.
Heinz-Jörg Kretschmer nimmt das von Mönchweiler Fotografen für einen Aktkalender geforderte Männerbild aufs Korn und bezieht sich dabei auf einen Bericht im SÜDKURIER.