Auf einen Kompromiss bei den verschiedenen Sanierungsvarianten für das Rathaus in Mönchweiler einigte sich der Gemeinderat am Donnerstagabend. Grundlegende Voraussetzung für die Sanierung im beabsichtigten Umfang sei aber ein Förderbescheid im Rahmen des Landessanierungsprogramms, machte Bürgermeister Rudolf Fluck in der Sitzung erneut deutlich.

  • Das sind die neuen Planungen: Nach dem nun gefundenen Kompromiss verbleiben das Büro des Bürgermeisters ebenso wie der Bürgerservice und das Hauptamt im Erdgeschoss. Neu gebaut wird auf dieser Etage ein barrierefreies WC. Im Obergeschoss bleiben der Bürgersaal mit Besprechungszimmer und das Ortsbauamt. Rechnungsamt und Kasse werden umgestaltet. Das bislang ungedämmte und auf zwei Etagen nur als Lagerraum genutzte Dachgeschoss soll komplett saniert werden. Auf der Südostseite des Dachgeschosses werden ein Sozialraum mit Küche und eine WC-Anlage geschaffen. Entlang der Nordseite des Dachgeschosses sollen zwei jetzt noch optionale Büros geschaffen werden können. In der Mitte des Dachgeschosses könnte dann ein Mehrzweckraum entstehen. Der jetzige Spitzboden soll erhalten bleiben und weiterhin als einfache Lagerfläche zur Verfügung stehen. Erschlossen werden alle drei Geschosse über einen neuen, einfachen Treppenhausanbau an der Rückseite des Gebäudes, in dem auch ein Aufzug eingebaut wird.
Die zweite Etage des Dachgeschosses, der sogenannte Spitzboden, wird nun entgegen erster Planungen aus Kostengründen nicht geöffnet und als gesonderte Etage bestehen bleiben. Er soll allenfalls als einfacher Aufbewahrungsraum weiter verwendet werden.
Die zweite Etage des Dachgeschosses, der sogenannte Spitzboden, wird nun entgegen erster Planungen aus Kostengründen nicht geöffnet und als gesonderte Etage bestehen bleiben. Er soll allenfalls als einfacher Aufbewahrungsraum weiter verwendet werden.
  • So sahen frühere Planungen aus: Im Vorfeld dieses Kompromisses gab es verschiedene andere Planungen. Unter anderem wollte Bürgermeister Rudolf Fluck sein Büro in die erste Etage verlagert wissen. Dann wäre im Erdgeschoss mehr Platz für den Bürgerservice zur Verfügung gestanden. Das allerdings hätte bedeutet, dass der Bürgersaal aus der ersten Etage ins Dachgeschoss hätte umziehen müssen. Dieses wiederum hätte man dann wesentlich aufwändiger ausbauen müssen.
  • Das soll außerdem gemacht werden: Übereinstimmung zwischen Verwaltung und Gemeinderat herrschte bereits vor der Sitzung dahingehend, dass die Fassade und die Fenster des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes saniert werden müssen. Die jetzt gewählte Planungsvariante ermöglicht auch die energetische Sanierung des Daches. Die Heizung wird von Öl auf Gas umgestellt.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Voraussichtliche Kosten: Planer Markus Keller schätzt die Kosten der jetzt befürworteten Sanierung auf insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Die Gemeinde rechnet fest mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent aus dem Landessanierungsprogramm, der jetzt nach Festlegung auf eine Variante beantragt wird. Ohne die Bewilligung des Zuschusses könne die Sanierung nur in wesentlich kleinerem Umfang erfolgen, unterstrich Bürgermeister Rudolf Fluck. Für eine kleinere Variante der Sanierung, insbesondere ohne Dachausbau und externem Treppenhaus rechnet Planer Markus Keller mit Kosten von rund 850 000 Euro. Gemeinsam mit Ortsbaumeister Berthold Fischer werde er versuchen, weitere Kompromisse mit dem Denkmalamt zu finden. Das Gebäude wurde nicht so repräsentativ gebaut, wie es der Denkmalschutz sehen möchte, sagte Markus Keller dem Gemeinderat. So sei zum Beispiel die als erhaltenswert eingestufte Treppe im Treppenhaus lediglich aus Fichten- oder Tannenholz und nicht aus Eiche.
  • So sehen die Gemeinderäte das Vorhaben: Einvernehmlich sprach sich der Gemeinderat für die jetzt vorgestellte große Kompromissvariante aus. Allerdings nur unter der Bedingung, dass der Zuschuss wie geplant bewilligt werde. Man baue damit zukunftsfähig und lasse Optionen für die weitere Entwicklung der Gemeindeverwaltung offen, war sich das Gremium einig.