Die Bürgerinitiative Pro Mönchweiler möchte sich auch nach dem jüngsten Beschluss des Gemeinderates zum Verzicht eines Bebauungsplans für das Gelände der Firma Hezel für eine gesunde Umwelt in der Gemeinde einsetzen. Das betonten Vorstand und Mitglieder am Montagabend im Rahmen der Hauptversammlung des Vereins.

  • Lothar Josef zieht Bilanz: Zehn Jahre nach der Gründung der Bürgerinitiative zog Vorsitzender Lothar Josef in seinem Bericht Bilanz und fasst Überlegungen zur Zukunft der Bürgerinitiative zusammen. Anlass für die Gründung von Pro Mönchweiler seien die Pläne zum Bau einer Feststoffkonditionierungsanlage gewesen, erinnert der Vorsitzende. Der Gemeinderat habe dem Bau zunächst zugestimmt. Erst durch die Aktivität von Pro Mönchweiler sei man sich der Brisanz der Sache bewusst geworden. In der Folge habe man „die Erstellung eines neuen Bebauungsplans kritisch-konstruktiv begleitet“. Die Bürgerinitiative sei dann in die Gründung eines Vereins „Pro Mönchweiler„ gemündet. Dieser Verein, so berichtet Lothar Josef, habe als Zweck die Förderung einer gesunden Umwelt in Mönchweiler in der Satzung verankert. Im Sinne dieses Vereinszwecks wolle man sich auch nach dem „vorläufigen Schlusspunkt beim Bebauungsplan Egert II/III“ weiter engagieren.
  • Lärmbelastung rückt in Vordergrund: Immer mehr sei in den vergangenen Jahren „ein schon länger bestehendes Umweltproblem, nämlich die zunehmende Lärmbelastung durch Verkehr, in den Vordergrund gerückt“, sagt Lothar Josef weiter. Pro Mönchweiler unterstütze die Forderung nach einer Lärmschutzwand an der B33 und die Ausdehnung der Tempo 30-Zone auf die Hindenburgstraße. Im Laufe der Jahre habe man sich bei der Erarbeitung der technischen, juristischen und ökologischen Sachverhalte der beiden großen Themengebiete eine gewisse Kompetenz erarbeitet. Diese wolle man auch künftig konstruktiv in der Gemeinde einbringen. 
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  • Saubere Landschaft und Kindersommer: Über die Thematik des Gewerbegebiets und des Lärmschutzes hinaus hat sich Pro Mönchweiler im vergangenen Jahr einmal mehr bei der Aktion Saubere Landschaft engagiert sowie einen Beitrag zum Kinderferienprogramm beigesteuert. Im Frühjahr sammelten rund 50 Helfer entlang der Straßen und Wege allerlei Unrat. Im Rahmen des Kindersommers war Kräuterpädagogin Marianne Bitzer zu Gast.
  • Aufmerksames Auge ist gefragt: Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Eich dankte der Bürgerinitiative im Namen der Gemeinde und des Gemeinderates für ihre bislang geleistete Arbeit und die „sehr gute Zusammenarbeit“. Auch künftig sehe er auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung für die Bürgerinitiative, so Wolfgang Eich. So werde man aufmerksam verfolgen, was im Gebiet Egert weiter geschehe. Es gelte zum Beispiel einzelne Genehmigungsanträge der Firma Hezel zu beurteilen und auch zu verfolgen, was sich auf dem Gelände der Firma Zeyko tue. Dort erlaube ein alter Bebauungsplan weitere Unternehmensansiedlungen, berichtet Wolfgang Eich. Die jetzt erfolgte Abholzung sei im Rahmen dieses Plans zulässig.
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  • Maßnahmen für die Hindenburgstraße: Als tatsächlichen Missstand, den es „so schnell wie möglich zu beseitigen gelte“, bezeichnete Gemeinderat und ebenfalls Bürgermeisterstellvertreter Peter Kaiser die Lärmbelastung in der Hindenburgstraße. An diesem Thema sei man dran, ergänzte er die Ausführungen seines Kollegen. Zuvor hatte Lothar Josef bereits berichtet, es sei für die Hindenburgstraße inzwischen eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage im Gespräch. Auf die ursprünglich geplanten Verkehrsinseln an den Ortseinfahrten werde man wohl aus Kostengründen verzichten. Außerdem mache sich die Gemeindeverwaltung Gedanken über einen gekennzeichneten Radweg durch den Ort. Der Bau der Lärmschutzwand an der B33 sei vom Planungsforschritt für den Lückenschluss abhängig. Hier sei die Sachlage unverändert.