Aus vielen Haushalten ist der Mönchweiler Heimatkalender mit liebevoll zusammengestellten, alten Aufnahmen aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. In diesem Jahr erscheint die 24. Ausgabe. Mit dem Erlös finanziert der Heimat- und Geschichtsverein den Unterhalt der Heimatstube. Etliche Unternehmen und Familien machen als meist langjährige treue Sponsoren durch ihre Spenden die Herstellung des Kalenders möglich. Doch bis dieser bei den drei Verkaufsstellen in Mönchweiler tatsächlich ausliegt, ist einige Handarbeit gefragt.

Idee des Ex-Bürgermeisters

Schon recht bald nach der Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV) Mönchweiler im Jahr 1995 entwickelte der damalige Bürgermeister und Vorsitzende des Vereins, Gerhard Dietz, die Idee des Kalenders. Eine alte Luftaufnahme des Gebiets um die Antoniuskirche zierte 1997 das erste Titelblatt.

Eine Aufnahme des alten Ortswappens von Mönchweiler ziert das Titelblatt des Heimatkalenders 2020.
Eine Aufnahme des alten Ortswappens von Mönchweiler ziert das Titelblatt des Heimatkalenders 2020. | Bild: Cornelia Putschbach

Zunächst legte man beim HGV Wert darauf, dass im Kalender keine Personen, sondern ausschließlich Gebäude abgebildet werden, erinnert sich der heutige Vorsitzende Rudi Schimmer. Das erwies sich aber auf Dauer als nicht praktikabel, denn die Mehrzahl der Fotos von früher zeigen Personen. Heute sei es zudem wirklich schwierig, immer wieder andere alte Aufnahmen zu bekommen, so Rudi Schimmer. 310 Bilder wurden so über die Jahre gezeigt. Nur zwei seien doppelt verwendet worden, verrät der Vorsitzende.

Sorgfältige Handarbeit

Im zweiten Jahr wurde der Kalender, der damals mit einer Auflage von 100 Stück gefertigt wurde, dann nicht mehr mit einzelnen Fotos beklebt, sondern komplett gedruckt. Das jedoch gefiel vielen Käufern überhaupt nicht, weiß Rudi Schimmer noch. Was die Mitglieder des HGV damals nicht bedacht hatten, war die Tatsache, dass viele Käufer die Fotos nach Jahresende fein säuberlich von den Kalenderblättern trennen und weiter aufbewahren wollten. Aus diesem Grund wird der Kalender bis heute wieder sorgfältig in Handarbeit aus Kalenderrohlingen, Fotos, sechs Fotoklebern pro Bild und durch Harald Apelt gedruckte Beschriftungsfolien gefertigt. Fein säuberlich mit Hilfe von Schablonen werden die Fotos und Beschriftungen von Hand in den Kalender geklebt. Dass dabei der Spaß und die gute Laune nicht zu kurz kommen, ist offensichtlich, wenn man die Vereinsmitglieder bei ihrer Arbeit beobachtet.

Die Nachfrage sinkt

Inzwischen erstellt der Heimat- und Geschichtsverein nur noch 50 Kalender jährlich. Zum Bedauern des Vereins gab es über die Jahre immer weniger Nachfrage. Doch einstellen möchte man den Kalender auf keinen Fall. Zum einen sind die Einnahmen für den Unterhalt der Heimatstube unerlässlich. Zum anderen möchte der Heimat- und Geschichtsverein mit dem Kalender auch die Veränderungen im Dorf dokumentieren und damit aufzeigen, wie es noch vor Jahren an der einen oder anderen Stelle ausgesehen hat.

Wieder interessante Bilder

Und so warten auch diesmal wieder interessante alte Bilder auf die Käufer. So zeigt eine Aufnahme zum Beispiel „Angelschmiedles Anna“ mit einem Wagen in der Hindenburgstraße. Eine andere Aufnahme stellt „Schulwangers Hus“ im Jahr 1901 im Innerdorf dar und auch der „Pfaffebeck“ mit Familie im Jahr 1923 „in der Herdgass“ wird auf einer der alten Aufnahmen im Kalender gezeigt.

Ansicht und Verkauf

In der Heimatstube des Heimat- und Geschichtsvereins in der alten Milchzentrale in Mönchweiler sind alle Kalender ausgestellt. Die Heimatstube in der alten Milchzentrale, Am Kirchplatz 3, ist an jedem ersten Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenlos.

Bei den Verkaufsstellen im Gasthof „Adler“, in Utes Lädele sowie in der Albert-Schweitzer-Apotheke geht der neue Kalender jetzt in den Verkauf. Der Kalender kostet 14,50 Euro.