Im Gewerbegebiet Egert in Mönchweiler sind etliche Baufahrzeuge unterwegs. Drei große Gewerbebebetriebe expandieren.

Beispiel Wiha:

Bei einem Sommerfest im Juli hat die Firma Wiha, ein führender Hersteller von Handwerkzeugen für den professionellen Einsatz in Industrie und Handwerk, einen jüngst fertig gestellten Anbau eingeweiht. Sitz des Unternehmens ist in Schonach. Am Produktionsstandort in Mönchweiler werden insbesondere Klingen und Stiftschlüssel hergestellt. Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr kann damit der rund 1000 Quadratmeter große Anbau nun in Betrieb genommen werden.

Eine zweite größere Erweiterung ermöglicht die Gemeinde Mönchweiler, weil der Gemeinderat im April einem Gemarkungstausch mit der Stadt Villingen-Schwenningen zustimmte. Die Gemeinde Mönchweiler erhält eine Fläche von 3500 Quadratmetern in unmittelbarer Nachbarschaft der Firma Wiha. Die Stadt sichert weitere Quadratmeter zu, sollte Wiha mehr benötigen. Im Gegenzug erhielt die Stadt eine Waldfläche im Bereich Ellenwinkel.

Beispiel Weißer und Grießhaber:

Der Hersteller für Präzisionskunststoffteile plant in der Waldstraße den Neubau einer Produktionshalle mit Büroflächen und Außenanlagen. Bislang betreibt das Unternehmen in diesem Gewerbegebiet drei Werke.

Dem Gemeinderat Mönchweilers wurde das Bauvorhaben sowie die weitere zukünftige Planung von Weißer und Grießhaber im Gewerbegebiet Egert im Juni in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt. Öffentlich erteilte das Gremium im Juli dem Bauvorhaben und den dafür erforderlichen 13 Befreiungen von den geltenden Bebauungsplänen Egert II und Egert III ohne jegliche Diskussion das Einvernehmen.

Dabei wurde beispielsweise das Einvernehmen zur Überschreitung der zulässigen Anzahl der Vollgeschosse um ein Vollgeschoss über geschätzt zwei Drittel der Fläche des Bürogebäudeteils erteilt. Auch die Produktionshalle soll die zulässige Traufhöhe um bis zu circa 3,92 Meter überschreiten dürfen.

Beispiel VMR:

Auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstück westlich der Waldstraße entstehen gut 5 000 Quadratmeter Nutzfläche. Im Neubau, in dem sowohl die Produktionsfläche als auch die Fläche der Verwaltung nahezu verdoppelt werden, entstehen modernste Arbeitsplätze mit topaktuellen Technologien. Im bisherigen Gebäude, nur wenige Meter entfernt vom Neubau, ist der Hersteller von Prototypen und Kleinserien schon längst an die Grenzen des Wachstums gelangt.

Dieses Gebäude wird nach dem Umzug durch das benachbarte Unternehmen AZ-Armaturen übernommen.

Im Neubau wird es vor allem mehr Fläche für die Produktion geben. Auch der Bereich des Vertriebs soll vergrößert werden, kündigt Geschäftsführer Thomas Viebrans an. Neu hinzu kommen wird demnächst eine eigene Entwicklungsabteilung. In dieses Segment möchte die Firma neu einsteigen.

Für Anfang Oktober ist der Umzug der großen Spritz- und Fräsmaschinen fest geplant. Ursprünglich war ein Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro vorgesehen. Zwölf Millionen Euro wird das Projekt nun tatsächlich kosten.