Alljährlich beschließt der Gemeinderat Mönchweilers die Höhe der Gebühren für die Betreuung im Kinderhaus neu. Am Donnerstag standen deshalb die Gebührensätze für das kommende Kindergartenjahr auf dem Prüfstand. Mehrheitlich sprach sich der Gemeinderat für eine moderate familienfreundliche Erhöhung aus. Gemäß dieser ist für die Ein- bis Dreijährigen ein zwanzigprozentiger Abschlag und für die Drei- bis Sechsjährigen ein zehnprozentiger Abschlag auf die Landesrichtsätze kalkuliert.

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Der Gemeindetag, der Städtetag und die vier Landeskirchen erarbeiten regelmäßig gemeinsame Landesrichtlinien als Empfehlungen für die Staffelung der Elternbeiträge. Basierend auf den bisherigen Landsrichtsätzen haben diese eine pauschale Erhöhung zum neuen Kindergartenjahr um drei Prozent entsprechend der tariflichen Steigerungen bei den Personalkosten empfohlen. Zu Grunde liegt dieser Empfehlung außerdem die Absicht, einen Kostendeckungsgrad von 20 Prozent durch Elternbeiträge anzustreben.

Eltern tragen nur zwölf Prozent der Kosten

2019 werden in Mönchweiler lediglich etwa zwölf Prozent der Kosten über Elternbeiträge gedeckt, errechnete Kämmerer Gebhard Flaig. Der Zuschussbedarf im Kinderhaus beläuft sich 2019 auf rund 566 000 Euro Dieser wird sich durch die Einrichtung der zusätzlichen Kleingruppe und den damit verbundenen Personalkosten nochmals erhöhen. Der hauptsächliche Kostenfaktor bei der Kinderbetreuung sind die Personalkosten mit einem Anteil von 82 Prozent. In Mönchweiler betragen sie für den Betrieb des Kinderhauses aktuell etwa 743 000 Euro.

Gebühren liegen weit unter den Empfehlungen

Gebhard Flaig hatte zwei Varianten zur Diskussion gestellt. Die alternative, jetzt abgelehnte Variante sah eine pauschale dreiprozentige Anhebung der Gebührensätze vor. Das hätte in den meisten Fällen höhere Gebühren als die jetzt beschlossenen bedeutet. Künftig bezahlt eine Familie mit einem Kind bei der Betreuung mit verlängerten Öffnungszeiten im Kindergarten 115 statt bislang 108,50 Euro und in der Krippe 276 statt bislang 262 Euro. Die Landesrichtsätze hierfür betragen 128 beziehungsweise 345 Euro.

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Erhöht wird auch der für die erforderliche Betreuung in Ausnahmefällen zu bezahlende Stundensatz. Er beträgt künftig statt bislang immer drei Euro, in der Kernzeit von 12 bis 14 Uhr fünf Euro und in den Randzeiten von sieben bis neun Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr zwölf Euro.