Das Regenüberlaufbecken der Gemeinde Mönchweiler am Angelweg wird saniert. Der Gemeinderat hat jetzt die Gewerke vergeben.

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In dem Regenüberlaufbecken wird das Mischwasser aus Mönchweiler gesammelt und dann auf 40 Liter pro Sekunde gedrosselt in Richtung des Pumpwerks der Gemeinde Mönchweiler. Von dort wird es zur Kläranlage nach Villingen weitergeleitet. Zur Rückhaltung des Mischwassers bei Starkregen stehen im Überlaufbecken rund 875 Kubikmeter zur Verfügung. Überschüssiges Mischwasser wird in den Krebsgraben abgeleitet. Genau das wurde den Verantwortlichen in Mönchweiler an Ostern diesen Jahres zum Verhängnis: Die Kapazität des Überlaufbeckens genügte nicht. Abwasser gelangte in den Krebsgraben. Der frühere Bürgermeister der Gemeinde Mönchweiler, Friedrich Scheerer, brachte die Situation zur Anzeige.

610 500 Euro insgesamt notwendig

Die Sanierung mit einem Kostenvolumen inklusive Nebenkosten von insgesamt rund 610 500 Euro brutto sei dringend notwendig, sagte Bürgermeister Rudolf Fluck. Bei der Auftragsvergabe erreichte man nahezu eine Punktlandung im Vergleich zur vorhergehenden Kostenberechnung. Die Maßnahme wird nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft aus dem Jahr 2015 gefördert. Rund 139 000 Euro wird die Gemeinde an Fördergeldern erhalten. Der Bescheid ging im April bei der Gemeinde ein. Danach konnte die Ausschreibung der Maßnahmen erfolgen.

Bürgermeister zieht Lehre

Eine Situation wie an Ostern wolle man nie mehr wieder erleben, so Bürgermeister Rudolf Fluck. Von außen habe damals jemand etwas in das Becken geworfen, so dass der Abfluss teilweise blockiert wurde. Anstelle von 40 Litern pro Sekunde konnten nur noch 20 Liter pro Sekunde abfließen. Leider sei die Kontrolle damals nicht richtig erfolgt. Die Reaktion seines Amtsvorgängers könne er nicht nachvollziehen, sagte der Bürgermeister weiter. Sein Vorgänger habe gewusst, dass man seit zweieinhalb Jahren an der Sache dran sei. Die Anzeige zieht jetzt „einen riesigen Rattenschwanz einschließlich Ermittlungen gegen uns nach sich. Das tut mir weh“, zeigte sich Fluck enttäuscht.