Mönchweiler (put) Geschäftsführer Andreas Kress ist beim in Insolvenz befindlichen Küchenbauer Zeyko in Mönchweiler zum Monatsende ausgeschieden. Außerdem stehen Verhandlungen mit einem Investor recht nahe vor einem erfolgreichen Abschluss. Beides bestätigte gestern auf Nachfrage des SÜDKURIER ein Sprecher des Büros des Insolvenzverwalters Hubert Ampferl.

Die Chancen auf eine Weiterführung seien beim Mönchweiler Küchenbauer Zeyko weiter nicht schlecht. Innerhalb dieses und des kommenden Monats fahre die Produktion unter "kompletter Vollauslastung". Die Auftragsbücher seien voll. Das steigere die Chancen auf erfolgreiche Übernahmeverhandlungen. Am Mittwoch dieser Woche gab es ein "sehr ernsthaftes und gutes Investorengespräch", wie das Büro des Insolvenzverwalters Hubert Ampferl bestätigte. Mehr als 100 Händler vertreten die Marke noch, führt der Onlinedienst Möbelmarkt.de zur Situation bei Zeyko aus.

Möglicherweise sei bereits binnen weniger Tage mit einem Erfolg der Übernahmeverhandlungen zu rechnen. Allerdings, so gibt der Bürosprecher des Insolvenzverwalters zu bedenken, seien "noch mehrere Entscheider mit im Boot". Dies könne eine abschließende Entscheidung noch etwas verzögern. So liegen beispielsweise die Markenrechte nicht bei Zeyko selbst, sondern bei einem anderen Eigentümer innerhalb der La Cour-Gruppe. Zu ihr gehört auch die in Insolvenz befindliche Zeyko Möbelwerk GmbH & Co. KG. Ebenfalls nicht in die Insolvenzmasse zählt das Produktionsgebäude. Dieses steht im Eigentum einer Sparkasse, wie Insolvenzverwalter Hubert Ampferl gegenüber dem SÜDKURIER in Zusammenhang mit der Insolvenzantragstellung im März dieses Jahres sagte.

Nach 41 Jahren verließ Andreas Kress zum 31. Mai Zeyko, bestätigte das Büro des Insolvenzverwalters weiter. Er wechsle als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb zur Händlergruppe Dross & Schaffer. Seine Tätigkeit bei dieser Gemeinschaft zur Vermarktung von Küchen habe er zum 1. Juni aufgenommen, so der Onlinedienst.

Zum 1. Mai war das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Zeyko Möbelwerke eröffnet worden. 25 von zunächst 107 Arbeitnehmern mussten damals das Unternehmen verlassen. Ihre Arbeitsplätze fielen mit dem Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung weg. Dass es allerdings noch hätte viel schlimmer kommen können, zeigt das Beispiel des Küchenbauers Allmilmö. Er gehört ebenfalls zur La Cour-Gruppe und stellte gleichzeitig mit Zeyko Insolvenzantrag. Allerdings seien hier die Auftragsbücher keineswegs so gut gefüllt wie bei Zeyko. Bei Allmilmö laufe die Produktion derzeit aus, vermeldet der Onlinedienst weiter.