In der Gemeinde Mönchweiler besteht eine erhöhte Nachfrage an Wohnbauflächen, welche nicht abgedeckt werden kann. Die Fläche des früheren Kindergartens in der Goethestraße liegt derzeit brach. Dort in der Ortsmitte sollen nun vier Doppelhäuser und vier freistehende Einfamilienhäuser entstehen. Der Gemeinderat beschloss die Offenlage eines entsprechenden Entwurfs des Bebauungsplans Goethestraße – ehemaliger Kindergarten. Das Gebiet hat eine Gesamtgröße von 3800 Quadratmetern.

  • Beschleunigtes Verfahren: Für das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans sei das beschleunigte Verfahren entsprechend dem Baugesetzbuch zulässig, erläuterte Thomas Langer von der mit der Planung beauftragten Gesellschaft Bresch, Henne und Mühlinghaus. Alle Voraussetzungen seien gegeben, auch wenn ein Bürger das im Rahmen seiner Stellungnahme nach der Auslegung des Plans bezweifelte.
  • Naturschutz: Insbesondere artenschutzrechtliche Belange seien berücksichtigt worden, auch wenn kein Umweltbericht erstellt wurde. In enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde seien die Fällarbeiten vorgenommen worden. Als Ausgleichsmaßnahme werde für jedes Grundstück die Pflanzung eines heimischen Baums vorgeschrieben, sagte Thomas Langer. Weil eine Versickerung des Regenwassers auf den Grundstücken nicht möglich sei, erfolge eine Entwässerung durch die Kanalisation entsprechend dem Generalentwässerungsplan der Gemeinde.
  • Dichte Bauweise: Im Anhörungsverfahren äußerten Anlieger die Befürchtung vor einer zu dichten Bauweise mit zu geringen Grenzabständen. Der gesetzlich vorgeschriebene Grenzabstand von 0,4mal der Wandhöhe müsse auch auf diesem Gelände eingehalten werden, beruhigte Thomas Langer. Auch dürften nur 40 Prozent der Grundstücksfläche bebaut und versiegelt werden. Das sei keine verdichtete Bauweise. Die vorgesehene Gebäudehöhe von maximal zehn Metern bei den Doppelhäusern im nördlichen Teil des Plans und maximal acht Metern bei den Einfamilienhäusern im südlichen Teil füge sich gut in die Umgebung ein. Dem Gemeinderat und etlichen Zuhörern präsentierte Thomas Langer außerdem die Auswertung einer Computerstudie mittels der er belegte, dass der Schattenwurf der Neubauten keine wesentliche Verschattung angrenzenden Grundstücke und Gebäude verursache. Je Wohneinheit werden zwei Stellplätze vorgeschrieben, die nebeneinander liegen müssen.
  • Wohngebiet: Das Gebiet des Bebauungsplans wird als allgemeines Wohngebiet festgesetzt. Hier sollen aber auch kleine Gewerbebetriebe zugelassen werden können, die mit der Wohnnutzung vereinbar sind. Das könnte beispielsweise ein Versicherungsbüro sein. Nach der Beratung im Gemeinderat entschloss sich dieser, Schank- und Speisewirtschaften entgegen einem ersten Entwurf ausdrücklich nicht zuzulassen.
  • Erschließungskosten: Die Erschließung des neuen Baugebiets erfolgt über die Goethestraße und den Spitzäckerweg. Während erstere ausreichend ausgebaut ist, muss im oberen Teil des Spitzäckerwegs ein Ausbau und eine Befestigung erfolgen. Möglicherweise, so Rechnungsamtsleiter Gebhard Flaig, kommen hier noch Erschließungskosten auf die Anliegern zu.