Nur ganz wenige Meter legt das tägliche Mittagessen der Schüler und Lehrer der Gemeinschaftsschule Mönchweiler zwischen seiner Zubereitung und dem Servieren zurück. In der Mensa der Schule wird täglich frisch gekocht. Dabei packen Profis und Schüler gemeinsam an.

Schon früh haben sich in Mönchweiler Schule und Kommunalverwaltung gegen die Belieferung der damaligen Hauptschule mit Ganztagesbetrieb durch einen Caterer entschieden. Zunächst war es von der Anzahl der zubereiteten Essen noch möglich, das Kochen in den Hauswirtschaftsunterricht der Schüler zu integrieren. Schon vor zehn Jahren stellte die Gemeinde Mönchweiler Köchin Elke Schneider ein, die auch dann noch immer gemeinsam mit Schülern die Mittagessen zubereitete.

Noch heute erinnert sich Elke Schneider an die Zeit als sie in der normalen Schulküche mit vier herkömmlichen Haushaltsherden Tag für Tag eine immense Zahl an Essen zubereiten musste. Sie sagt: "Ich habe keine Ahnung mehr, wie wir das immer hinbekommen haben." Schon damals war wichtig, dass die Essen frisch gekocht werden.

Inzwischen wird das Mittagessen in der neuen Mensa zubereitet. Diese verfügt über mehrere Großküchengeräte. Natürlich ist auch deutlich mehr Platz vorhanden. Vieles ist dadurch wesentlich leichter geworden. Allerdings ist die Schule, die mittlerweile seit sieben Jahren Gemeinschaftsschule ist, auch beständig weiter gewachsen. Jetzt arbeiten in der Küche neben der Leiterin Elke Schneider auch die zweite Köchin Ulrike Kille-Kieninger sowie die Teilzeitkräfte Natascha Brugger, Leslie Grußer und Olga Benzel. Ergänzt wird das Team durch sich täglich abwechselnde Schülergruppen, jeweils bestehend aus vier Schülern der Klassenstufen fünf und sechs sowie oft auch der Stufe sieben. Alle drei Wochen werden andere Schüler eingesetzt. Außerdem helfen bei der Essenausgabe, dem Getränkedienst und in der Spülküche die Schüler des Bistroteams.

Für die Schüler bedeutet diese Mithilfe in der Schulküche einen guten Einblick in die Zubereitung ihres eigenen Mittagessens. Für Elke Schneider ist wichtig, dass die Schüler nicht ausschließlich für Hilfstätigkeiten wie dem Aufräumen eingesetzt werden. Sobald irgendwie Zeit ist, erlernen sie auch einfache Tätigkeiten des Kochens wie zum Beispiel das Putzen und Zubereiten von Salat. Täglich gibt es ein reguläres und ein vegetarisches Gericht. Beide bestehen immer aus Vorspeise und Hauptgang sowie gelegentlich einem Dessert. Wichtig, so Elke Schneider, ist auch täglich Gemüse, Salat oder Obst. Der Renner ist alles mit Fleisch, hat sie beobachtet. Im Rahmen des Möglichen kommt sie bei der Zusammenstellung des Speiseplans gerne den Wünschen der Schüler nach. Auf eines allerdings wird in der Schulküche in Mönchweiler komplett und aus Überzeugung verzichtet: Eine Fritteuse steht keine in der Küche. Schnitzel gibt es zum Beispiel mit Ofenkartoffeln statt mit Pommes.

Kochen in der Schule

In der Mensa der Gemeinschaftsschule Mönchweiler wird neben den Schulessen auch der Mittagstisch für das benachbarte Kinderhaus zubereitet. Für die Schule sind dies rund 100 Essen pro Tag, für das Kinderhaus 40. Die Bediensteten werden nach wie vor im Wesentlichen durch die Gemeinde bezahlt, sodass das Essen zum Preis von 2,50 Euro pro Portion angeboten werden kann. Eine Woche im Voraus müssen Schüler und Lehrer ihr Essen buchen. Dieses System ermöglicht die bessere Planung und gewährleistet, dass mit den Lebensmitteln, die im regionalen Großhandel gekauft werden, nachhaltig umgegangen wird. Reste werden, wenn irgend möglich, vermieden. (put)