Zwei Jahre nach der Vereinsgründung wird die Arbeit der Generationenbrücke in Mönchweiler viel gelobt. Diese positive Bewertung bewahrte die Gruppe allerdings nicht davor, dass am Dienstag in der Hauptversammlung das Amt des zweiten Stellvertreters im Vorstand, der gleichzeitig Kassierer ist, nicht besetzt werden konnte.

  • Der Kassierer fehlt: Mit dem Tod von Kassierer Johann Dietrich Pechmann und auch mit dem Tod einer der Initiatorinnen der Generationenbrücke, Gisela Frank, musste der Verein im vergangenen Jahr zwei schwerwiegende Verluste verkraften. Johann Dietrich Pechmann hatte die Finanzen des Vereins seit dessen Gründung und auch die vielen Jahre vor der offiziellen Vereinsgründung betreut. Er war neben dem Vorsitzenden Armin Frank und dessen Stellvertreter Bürgermeister Rudolf Fluck eines von drei vertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern. Zur Hauptversammlung hoffte man nun einen Nachfolger für das Amt des Kassierers zu finden. Allerdings vergeblich. Man habe viele Gespräche geführt und genau so viele Absagen erhalten, berichtete Armin Frank. Auch in der Hauptversammlung fand sich kein Kandidat, so dass dieses Amt nun vorerst unbesetzt bleibt und Rudolf Fluck wie auch schon während der vergangenen Monate die Kasse verwaltet. Armin Frank selbst erklärte sich ein weiteres Mal bereit, als Vorsitzender zu fungieren. "In der entscheidenden Phase des Übergangs und der Initiierung der Nachbarschaftshilfe möchte ich weiter aktiv mitarbeiten", begründete er diese Entscheidung. Nach Ablauf der nochmals zweijährigen Amtszeit müsse dann aber auf jeden Fall ein Nachfolger zur Verfügung stehen.
  • Satzungsänderung löst Vertretungsproblem: Die Erkrankung des Kassierers und zuvor auch schon anderer Vorstandsmitglieder zeigte noch ein weiteres Problem auf. Nach der Satzung waren bei der Generationenbrücke, wie auch bei den meisten anderen Vereinen üblich, jeweils zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertretungsberechtigt. Bankgeschäfte mussten deshalb, nach der aktuellen Regelung der Bank, jeweils von zwei Personen abgezeichnet werden. Das führte immer wieder zu Verzögerungen. Nun stimmte die Mitgliederversammlung einstimmig für eine Satzungsänderung. Künftig kann jeder der Vorstände die aktuell 87 Mitglieder zählende Generationenbrücke einzeln vertreten.
  • Die Arbeit der Generationenbrücke: Die Generationenbrücke stehe für Hilfe, Freundlichkeit, Mitmenschlichkeit und die gegenseitige Unterstützung, sagte Pfarrerin Iris Roland bei ihrer Begrüßung der 38 stimmberechtigten Mitglieder und mehrerer Gäste im evangelischen Gemeindezentrum Arche. Durch ihre Arbeit trage die Generationenbrücke einen wesentlichen Teil dazu bei, dass die Menschen friedlicher und besser miteinander umgingen. Wie umfangreich diese soziale Arbeit für die Dorfgemeinschaft mittlerweile ist, davon zeugen die Berichte des Vorsitzenden Armin Frank, seines Stellvertreters Rudolf Fluck und der 20 Aktiven, die rund 38 Projekte steuern, in der Versammlung.
  • Diese Projekte stehen im Fokus: Die Themenschwerpunkte der vielen Projekte sind vielfältig. Sie reichen von Selbsthilfegruppen, der Flüchtlingshilfe, einer Fasnetveranstaltung bis hin zum Senioren-Internetcafé. Einige Projekte, wie beispielsweise der Spieltreff, bestehen bereits seit mehr als zehn Jahren. In den kommenden Monaten wird sich die Generationenbrücke zudem im Aufbau der trägergestützten Nachbarschaftshilfe einbringen, die durch das Sozialministerium gefördert wird, und auch die Ausarbeitung eines Mobilitätskonzepts in der Gemeinde begleiten.