Sechs Kandidaten aus Mönchweiler, Niedereschach, Königsfeld und Dauchingen werden für den Wahlkreis Schwarzwald-Baar 3 Villingen-Nord auf der Liste der Freie Wähler für den Kreistag kandidieren. Damit wird exakt die Anzahl der bisherigen Sitze im Kreistag aufgeboten. Aus dem Sextett ist nur Sigrid Fiehn schon mit einem Mandat im Kreisratsgremium vertreten. Gemäß den Richtlinien hätten es maximal neun Bewerber sein können.

Bei der Nominierungsversammlung am Freitag im Gasthaus "Adler", die von der Kreisvorsitzenden Amapola Rodriguez-Schneider geleitet wurde, einigten sich die Kandidaten auf eine alphabetische Reihenfolge. Angeführt wird sie von Wolfgang Eich (67 Jahre), gefolgt von Sigrid Fiehn (50), Meinrad Gönner (53), Dietmar Helmstädter (72), Ingo Österreicher (56) und Willy Storz (66). Wie Rodriguez-Schneider einräumte, habe sich die Kandidatensuche etwas zäh gestaltet. Im Ergebnis könne man trotzdem zufrieden sein und sei für die Wahl am 26. Mai gut aufgestellt. Die Freien Wähler seien auf Kreisebene inzwischen sehr aktiv und könnten den Bürgern eine Stütze sein. Sie hätte sich noch gerne zwei oder drei Frauen mehr gewünscht. Sie vermisse da etwas den Mut, betonte die Kreisvorsitzende. Frauen könnten bei den Themen Mütter, Schule und Kindergarten gute Vertreterinnen sein. Nicht selten werde Politik auf Kommunal- und Landesebene verwechselt. Dies sei mit ein Grund, weshalb Frauen sich scheuten, zu kandidieren. Diese Hürde müsse abgebaut und nach außen getragen werden, dass es auf Kommunal- und Kreisebene fair und transparent zugehe.

Sie habe die Hoffnung, dass mit dem neuen Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, Jürgen Roth, mehr Ruhe im Ratsgremium einkehre und nicht immer alles bis ins letzte Detail ausdiskutiert werden müsse. Sie appelliere an Frauen, sich zu trauen und Frauen zu wählen. Im Wahlprogramm der Freie Wähler stünde die Stärkung der Infrastruktur auf allen Ebenen an erster Stelle, gefolgt von Bildung und Breitbandausbau, sagte Rodriguez-Schneider.