Seit 25 Jahren steht das Unternehmen VMR für die Herstellung von Prototypen und Kleinserien aus Kunststoff und Metall. Am Wochenende wurde in Mönchweiler das 25-jährige Bestehen gefeiert.

  • Anfänge: Begonnen hat alles in einer Garage in Weilersbach, wie Geschäftsführer Thomas Viebrans den Gästen der Jubiläumsfeier berichtete. "Noch ganz grün hinter den Ohren" hätten er und Michael Meier sowie Klaus Richter ihre erste Maschine bestellt. Dass die Banken damals noch Zweifel am Erfolg der Jungunternehmer hatten, habe im Entzug der Finanzierung für diese Maschine gegipfelt, berichtet Thomas Viebrans heute mit einem Augenzwinkern. Den ersten Auftrag zum Bau eines Rasierapparates bewältigte man dennoch ebenso erfolgreich wie viele andere in der Folge. Nach gut einem Jahr konnte man den ersten Mitarbeiter einstellen. Axel Schmid gehört heute noch dem Unternehmen an.
  • Familienunternehmen: Vor 15 Jahren, im Jahr 2002, zog VMR nach Mönchweiler um und erweiterte den Betrieb 2008 auf 2000 Quadratmeter Produktionsfläche. 2013 schieden Michael Meier und Klaus Richter als Gesellschafter aus dem Unternehmen aus. Es habe unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der Weiterentwicklung des Unternehmens gegeben, sagt Thomas Viebrans. Seit damals ist er alleiniger Geschäftsführer. Seine beiden Kinder Yvonne Viebrans-Schenk und Dennis Viebrans arbeiten in der Unternehmensleitung mit.
    Damit ist VMR das, was es, wie Thomas Viebrans betont, auch bleiben soll: ein echtes Familienunternehmen.
  • Wachstum: Bis heute sei ein kontinuierliches Wachstum von VMR erfolgt, auch wenn es über die Jahre Höhen und Tiefen gegeben habe, sagt Thomas Viebrans weiter. Im Frühsommer erfolgte nun ein immenser Schritt in der Unternehmensentwicklung. Nur wenige Meter vom bisherigen Standort entfernt erfolgte der Spatenstich für einen Neubau. Zehn Millionen Euro nehme VMR dort für den Bau und dessen Ausstattung mit Maschinen in die Hand. "Ein klares Marktsignal soll damit in der Branche gesetzt werden", so Thomas Viebrans.
  • Arbeitsplätze: Im Neubau, in dem sowohl die Produktionsfläche als auch die Fläche der Verwaltung nahezu verdoppelt werden, werden moderne Arbeitsplätze mit aktuellen Technologien entstehen. Damit möchte VMR unter anderem seinen Mitarbeitern gerecht werden, denn sie seien in Wirklichkeit das größte Potential seines Unternehmens, weiß Thomas Viebrans. Sie sollen zum Beispiel künftig von einem Fitnessraum mit Ruhebereich profitieren. Allerdings weiß der Unternehmen auch, dass die Ansprüche an die Mitarbeiter mit dem Neubau nicht weniger werden. Er ist sich aber sicher, man werde die Herausforderung meistern, auch wenn nicht alle Mitarbeiter diesen Weg mitgehen könnten oder wollten.
  • Zukunft: In den kommenden Jahren soll die Mitarbeiterzahl bei VMR von derzeit 75 auf rund 100 ansteigen. Außerdem ist eine eigene Entwicklungsabteilung sowie der Aufbau einer Ausbildungswerkstatt geplant.
  • Jubiläumsfest: Am Samstag wurde bei VMR das Jubiläum den ganzen Tag über richtig gefeiert. Für Mitarbeiter, deren Familien und etliche weitere Gäste war viel geboten. Kulinarisches und auch die Unterhaltung kamen nicht zu kurz. Während bei den kleinen Gästen das Kinderschminken und die Hüpfburg besonders gefragt waren, konnten sich Besucher das gesamte Unternehmen bis hin zu den sensiblen Räumen, in denen streng geheime Prototypen entstehen, zeigen lassen. Am Abend stieg unter anderen der Chef selbst ein weiteres Mal auf die Bühne. Nun allerdings, um im Duo mit Frank Thoma als "'s Pärle Villinger" die Gäste zu unterhalten.

 

Mitarbeiter geehrt

Seine Mitarbeiter sieht Geschäftsführer Thomas Viebrans als größtes Potential von VMR. Deshalb ließ er denjenigen, die zehn Jahre oder länger dem Unternehmen angehören, bei der Jubiläumsfeier eine besondere Ehrung zuteilwerden. Dies ist mit 23 Jahren der erste Mitarbeiter von VMR, Axel Schmid. Je 21 Jahre sind MiranBorzakoglu und Cornelia Isak-Schuler dabei.

Außerdem wurden geehrt: Wolfgang Manske und Frank Pausin (19 Jahre), Jan Hirsch, Anja Lehmann und Michael Stockburger (18 Jahre), Roland Feierfeil, Anna Mayer und Daniel Santoro (17 Jahre), Prokurist Thomas Scharbach (16 Jahre), Josef Rollinger (15 Jahre), Uwe Härtel (14 Jahre), Tobias Hauser (13 Jahre), Claus Britsch und Alexander Schwarz (12 Jahre), Denis Berchtold und Yvonne Viebrans-Schenk (11 Jahre) sowie Patrick Rothmund und Maren Steinberg (10 Jahre).