Gemeinsam probten jetzt die Feuerwehren von Mönchweiler und Unterkirnach sowie das Rote Kreuz Mönchweiler und die Führungsgruppe C auf dem Gelände der Firma AZ Armaturen in Mönchweiler. Verfolgt wurde die Übung von etlichen Zuschauern; auch der Geschäftsführer der Firma AZ Armaturen, Jörg Wisser, war vor Ort.

Laut Übungsannahme wurden die Feuerwehren aufgrund einer starken Rauchentwicklung im vorderen Bereich des Lagers alarmiert. Zudem wurden zwei verletzte Personen im Lager gemeldet, die bei der vermeintlichen Flucht unter einer herabstürzenden, schweren Palette eingeklemmt wurden.

Am Verbandsplatz des Roten Kreuzes dürfen bei der Übung auch die jüngsten Helfer, Leon (von links) und Maja, gemeinsam mit Bereitschaftsmitglied Isabel Bösinger bei der Versorgung der Verletzten helfen.
Am Verbandsplatz des Roten Kreuzes dürfen bei der Übung auch die jüngsten Helfer, Leon (von links) und Maja, gemeinsam mit Bereitschaftsmitglied Isabel Bösinger bei der Versorgung der Verletzten helfen. | Bild: Cornelia Putschbach

Einsatzleiter Peter Müller von der Feuerwehr Mönchweiler beorderte nach der Erkundung der Lage zunächst zwei Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung und weiteren Personensuche in den vorderen Bereich des Gebäudes. Die Zuschauer konnten dabei unter anderem das Vorgehen der Atemschutzträger beim Eindringen in das Gebäude beobachten. Wie verraucht dieses in seinem Inneren sein würde, konnten die Zuschauer gut erahnen, denn bereits beim Öffnen einer kleinen Türe drang dichter Qualm hinaus.

Im hinteren Bereich des Lagergebäudes, außerhalb des Einblicks der Zuschauer, befreiten Feuerwehrleute der Unterkirnacher Wehr währenddessen mit Hebegerät die eingeklemmten Personen. Helfer des Roten Kreuzes konnten parallel dazu bereits erste Versorgungsmaßnahmen einleiten. Ebenfalls parallel dazu sorgten zwei Trupps der Unterkirnacher und der Mönchweiler Wehr für eine sogenannte Riegelstellung vor und hinter dem Gebäude. Mit Wasserfontänen wird so ein Übergreifen des Brandes auf Nachbargebäude verhindert. Auf dem eingerichteten Verbandsplatz versorgten die Helfer des Roten Kreuzes schließlich insgesamt vier Verletzte. Zwei Personen hatten sich zusätzlich zu den beiden zunächst gemeldeten noch im Gebäude aufgehalten.

Kommandant Gerd Wimmer (links) erläutert den Zuschauern der gemeinsamen Übung der Feuerwehren aus Mönchweiler und Unterkirnach das Vorgehen der Wehren.
Kommandant Gerd Wimmer (links) erläutert den Zuschauern der gemeinsamen Übung der Feuerwehren aus Mönchweiler und Unterkirnach das Vorgehen der Wehren. | Bild: Cornelia Putschbach

Gerd Wimmer, der Kommandant der Feuerwehr Mönchweiler, hatte bei der Übung eine Doppelfunktion aus. Zum einen kommentierte er einige Teile der Übung für die Zuschauer und erläuterte auch das Vorgehen der Feuerwehr. Zum anderen beobachtete er die Arbeit der Feuerwehrleute, um später gegebenenfalls entsprechende Hinweise zu deren Vorgehen geben zu können. Koordiniert wurden die Einsatzmaßnahmen durch die Führungsgruppe C.

Nach Abschluss der Übung zeigten sich die Verantwortlichen mit dem Verlauf zufrieden. Geschäftsführer Jörg Wisser freute sich, die „wichtige Arbeit der Feuerwehren bei solch einer Übung unterstützen zu können“. Einsatzleiter Peter Müller und Klaus Beha, der Kommandant der Feuerwehr Unterkirnach, betonten, wie wichtig der gegenseitige Kontakt der Wehren sei. Zwar würden beide bei einem realen Einsatz wohl kaum gemeinsam alarmiert, aber bei solch einer Übung könne man Erfahrungen austauschen und den Kontakt untereinander pflegen.