Mönchweiler – Just genau in dem Moment, in dem die Feuerwehr Mönchweiler ihren Maibaum am Dienstagabend am Kriegerdenkmal errichtet hatte, blickte die Sonne durch die Wolken. Als wolle sie mit der Feuerwehr Mönchweiler feiern, blieb sie dem Maifest dann auch tatsächlich treu. Grund zum Feiern hatte die Feuerwehr Mönchweiler mit ihren Gästen allemal. Zum einen stellte die Wehr in diesem Jahr zum 30. Mal einen Maibaum in Mönchweiler. Zum anderen segnete Feuerwehrseelsorger Michael Radigk am Mittwochvormittag den neuen Mannschaftstransporter, der damit auch offiziell in Betrieb genommen wurde.

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  • Stellen des Maibaums: Pünktlich um 18 Uhr fanden sich am Dienstagabend gut 100 Gäste am Kriegerdenkmal in Mönchweiler ein. Dort stellte die Feuerwehr mit technischer Hilfe von Fritz Gronki und seinem Teleskoplader ihren 30. Maibaum. Auf diese technische Hilfe greift die Wehr mittlerweile seit 13 Jahren zurück. Das Aufrichten des Baums mit Hilfe langen Stangen, wie früher üblich, sei einfach nicht sicher genug, erläuterte Kommandant Gerd Wimmer. Fest im Blick hatte das Stellen des Baumes wie in all den 29 Jahren zuvor Oskar Hager. Kein Maibaum wurde bislang in Mönchweiler gestellt, ohne dass Oskar Hager dafür verantwortlich zeichnete. Musikalisch begleitet wurde die Aktion durch den Musikverein Mönchweiler, der auch anschließend noch im Festzelt aufspielte.
  • Versteigerung des Holzes: Für diesen Maibaum hat sich die Wehr etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Wenn er Ende Mai wieder umgelegt wird, dann soll sein gut getrocknetes Holz versteigert sein. "Die einen Meter langen Abschnitte könnten zum Beispiel hervorragend als Schwedenfeuer dienen", preist Gerd Wimmer die Baumstücke an. Gebote konnten während des Maifests der Feuerwehr bei Gerd Wimmer abgegeben werden. Wer sein ausreichend hohes Gebot als erstes platziere, bekommt das dickere Ende des gut über 20 Meter langen Stamms, versprach der Kommandant grinsend.
  • Lausbubenstreich in Obereschach: Lausbübisch hatte die Feuerwehr Mönchweiler an diesem Abend noch eine weitere Anekdote parat. In der Nacht zuvor hatten die Männer der Feuerwehr Obereschach ihren kurz zuvor aufgerichteten Maibaum geklaut. An dessen Stelle platzierte die Mönchweiler Wehr vor dem Obereschacher Feuerwehrhaus einen Alternativbaum. An ihm weist ein Schild darauf hin, dass dies ein "Sicherheits-Maibaum nach VS-Norm gestiftet von der FFM" sei. Die Obereschacher nahmen es mit Humor, lassen den neuen – etwas größeren – Baum stehen und lösen ihren eigenen erst Ende Mai in Mönchweiler aus.
  • Neuer Mannschaftstransportwagen: Nach 20 Jahren und 99 000 Kilometer hatte der alte Mannschaftstransporter der Feuerwehr Mönchweiler ausgedient. Seit Dezember hat die Feuerwehr Mönchweiler ein neues Fahrzeug, einen VW Crafter mit Hochdach. Er war schon fünfmal im Einsatz, war schon bei mehreren Proben dabei, wurde aber erst jetzt offiziell in Betrieb genommen. Zur Segnung des Fahrzeugs und der Feuerwehrleute war am Mittwochvormittag Feuerwehrseelsorger und Diakon Michael Radigk nach Mönchweiler gekommen. Bei der Vorstellung des Fahrzeugs durch Kommandant Gerd Wimmer wurde deutlich: Die Wehr und die Gemeinde Mönchweiler haben ein hochwertig ausgestattetes Fahrzeug gewählt, dabei aber die Funktionalität offenkundig keineswegs aus den Augen gelassen.