Wie viel Schließtage des Kinderhauses möchte man Eltern und Kinder im Laufe des Jahres zumuten? Mit dieser Frage befasste sich nun der Gemeinderat.

Gemeinderat Thomas Müller hatte die Diskussion angestoßen. Er befürchtet, dass sich das Kinderhaus mit seinen Schließzeiten weg von einer vermeintlich früher familienfreundlicheren Regelung im Kindergarten der Gemeinde bewege. Mönchweiler wolle ausdrücklich eine familienfreundliche Gemeinde sein, da gehöre eine gute Ferienregelung dazu, betonte er.

Im laufenden Kalenderjahr habe das Kinderhaus 22 Schließtage, berichtete Hauptamtsleiterin Daniela Klimmt. Davon entfallen zehn auf zwei Wochen Sommerferien. Bei der Berechnung des Personalschlüssels gehe der Gesetzgeber von 26 Schließtagen aus. Wenn noch weniger Schließtage gewünscht seien, müsse das beim Personalschlüssel berücksichtigt werden.

An Brückentagen ist das Kinderhaus mit einer Notgruppe geöffnet. Im ersten Jahr mussten die Eltern zur Nutzung der Notgruppe belegen, dass sie tatsächlich arbeiten müssen. Diese Regelung ist mittlerweile aufgehoben. Nachträglich verursachte sie allerdings Unverständnis im Gemeinderat.

Beschwerden über zu viele Schließtage seien bislang weder bei der Leitung des Kinderhauses noch beim Elternbeirat oder bei der Gemeindeverwaltung eingegangen, berichtete Daniela Klimmt weiter. Wichtig für die Eltern sei aber eine langfristige Planungssicherheit zur Organisation der Kinderbetreuung. Dem habe man durch rechtzeitige Elterninformation Rechnung getragen.

Letztendlich verständigte sich der Gemeinderat darauf, vor einer abschließenden Entscheidung die jetzigen Schließtage mit denen des vorherigen Jahres zu vergleichen. Dann sehe man, ob man sich das wirklich verschlechtert habe und man daraus Konsequenzen für die Planung 2019 ziehen müsse. Für dieses Jahr bleibt es bei den angekündigten Schließtagen.

Insgesamt sind die Plätze im Kinderhaus nach wie vor sehr gefragt. Die Krippenplätze sind komplett belegt. Im Bereich der über Dreijährigen ist die Halbtagesgruppe ab Juni ebenfalls voll.