Das Abwasser in Mönchweiler wird im kommenden Jahr billiger. Der Gemeinderat beschloss, die Gebühr für das Schmutzwasser von bislang 2,26 Euro je Kubikmeter auf 2,15 Euro zu senken. Für das Niederschlagswasser fallen künftig 0,24 Euro anstelle von bisher 0,33 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche an. Möglich macht das eine Kalkulation von Rechnungsamtsleiter Gebhard Flaig. Auch mit den neuen Gebührensätzen sieht er Kostendeckung gegeben.

Zuletzt wurden die Abwassergebühren in Mönchweiler für den Zeitraum 2017 und 2018 kalkuliert. Für das kommende Jahr waren nun die Kostenentwicklung, die Einnahmesituation sowie die voraussichtlichen Einleitungsmengen neu zu berechnen. Zudem fließt in die aktuelle Berechnung ein Ausgleich für die Abweichung von der Kalkulation für die Vorjahre ein.

Insgesamt geht Gebhard Flaig von einem Gebührenbedarf für das kommende Jahr von rund 354 000 Euro aus. Davon entfallen rund 265 000 Euro auf das Schmutzwasser und 89 000 Euro auf das Niederschlagswasser. Die anfallende Schmutzwassermenge wird auf 122 000 Kubikmeter geschätzt. Dies basiert auf dem Durchschnittswert der der Abwassermenge vergangenen fünf Jahre und einer in etwa gleich bleibenden Einwohnerzahl von etwas unter 3000.

Bei der Schmutzwassergebühr fließt in die Berechnung zudem ein endgültiges Defizit aus dem Jahr 2015 in Höhe von rund 2800 Euro sowie ein Teilbetrag eines Überschusses aus dem Jahr 2016 ein. Rund 331 000 Quadratmeter versiegelter Fläche werden im kommenden Jahr gebührenpflichtig sein. Diese Fläche stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an. Im Jahr 2013 lag sie beispielsweise noch bei rund 314 000 Quadratmetern. Auch hier muss zudem ein Ausgleich für die Jahre 2015 und 2016 berücksichtigt werden. Insgesamt wurde in beiden Jahren ein Überschuss von rund 9400 Euro erzielt.

Bürgermeister Rudolf Fluck freut sich für die Gebührenzahler über die Senkung der Gebühren. Gleichzeitig appellierte er, dies nicht als Einladung zu sehen, nun mehr Wasser zu verbrauchen und damit mehr Abwasser zu produzieren.