Bei dem insolventen Küchenbauer Zeyko aus Mönchweiler sieht es immer mehr nach einem glücklichen Ende aus. Wie nun Insolvenzverwalter Hubert Ampferl in einer Presseerklärung mitteilte, sei die Grundlage für eine positive Investorenlösung geschaffen worden.

"In einem Treffen haben sich finanzierende Bank, potenzieller Investor und Insolvenzverwalter über den Verkauf von Zeyko an den Investor zur Übernahme des Geschäftsbetriebs geeinigt", heißt es in der Mitteilung. Einzig offener Punkt sei die Vereinbarung des Investors mit dem Inhaber der Markenrechte, die nicht bei Zeyko, sondern bei der La Cour-Gruppe liegen.

Gute Nachrichten gibt es besonders für die Mitarbeiter. Es sei vereinbart worden, dass es zu keinem weiteren Abbau von Mitarbeitern kommen wird und das die Produktion und der Vertrieb im September auch nach den Betriebsferien in vollem Umfang weiterlaufen werden. Aufgrund der sehr guten Auftragslage seien die Betriebsferien sogar auf zwei Wochen verkürzt worden.

Stillschweigen herrscht derweil weiterhin über die Identität des Investors. Man wolle dem Abschluss nicht vorgreifen, sagte Dominik Schmitt von der Anwaltskanzlei des Insolvenzverwalters Beck und Partner auf Nachfrage des SÜDKURIER. Erst wenn alle Punkte geklärt und die Übernahme endgültig gesichert ist, wolle man das bekannt geben. Auf Gerüchte in der Gemeinde, dass der Investor aus dem asiatischen Raum stamme, entgegnete er kurz und knapp: "Es ist kein Asiate."

Wie lange die Verhandlungen über die Markenrechte dauern werden und ob es nach einem positiven Ergebnis aussieht, darüber konnte sich Dominik Schmitt nicht äußern. "Der Investor steht mit dem Inhaber in Verbindung", sagte er. Er hoffe aber, dass die Verhandlungen positiv verlaufen und die Übernahme so gesichert werden kann.

Ungeklärt ist weiterhin, wer die Nachfolger von Geschäftsführer Andreas Kress antreten wird, der Ende Mai nach 41 Jahren aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Dies sei am Ende Sache des Investors, meinte Dominik Schmitt auf Nachfrage.

Von Anfang an hatte sich Insolvenzverwalter Hubert Ampferl zuversichtlich über eine erfolgreiche Übernahme gezeigt. Denn es gab gleich mehrere Anfragen von interessierten Firmen. Und im Anfang Juni berichtete ein Sprecher der Anwaltskanzlei, es habe ein "sehr ernsthaftes und gutes Investorengespräch" gegeben und dass die Chancen für erfolgreiche Verhandlungen und eine Übernahme weiterhin nicht schlecht seien.

Insolvenzverfahren

Zum 1. Mai war das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Küchenbauers Zeyko Möbelwerke in Mönchweiler eröffnet worden. 25 von zunächst 107 Arbeitnehmern mussten damals das Unternehmen verlassen. Ihre Arbeitsplätze fielen mit dem Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung weg.