Das Bürgerzentrum in Mönchweiler nimmt weiter Form an. Ausführlich befasste sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag mit der Ausstattung des Gebäudes.

  • Fassade: Nach den Vorgaben des Denkmalschutzes muss die Fassade des bisherigen Pfarrsaals als solche erkennbar bleiben. Optisch darf sie sich nicht wesentlich vom Ist-Zustand unterscheiden. Die Dämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem ist aber möglich. Anders sieht es mit der Fassade des Anbaus für Foyer und Sanitärräume aus. Planer Friedhelm Müller schlug hierfür nach vorheriger Absprache mit dem Bauamt der Gemeinde wahlweise die Verwendung einer Rhombusfassade aus Weißtanne ähnlich derjenigen der Schule, die Verwendung großflächiger Rockpanelplatten oder die Verwendung von Faserzementplatten vor. Letztlich fiel die Wahl des Gemeinderates auf die pflegeleichte Holzfassade in einem mittleren Grauton, der später noch leicht nachdunkeln wird. Ein Wärmedämmverbundsystem möchte Ortsbaumeister Berthold Fischer nur einsetzen, wo es nicht vermeidbar ist. Es sei für ein öffentliches Gebäude zu empfindlich, betonte er. Holz habe etwas Lebendiges, so der Planer. Er traf damit den Geschmack des Gemeinderates. Rund 200 Euro wird der Quadratmeter Fassadenverkleidung nun kosten.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Decken: Gerne nehme er Materialien vom Äußeren des Gebäudes mit ins Innere, sagte Friedhelm Müller. Für die Decke des Saals sowie des Foyers und der Flure schlug er die hölzerne Akustikdecke "Ligno Trend" vor. Diese Decke aus Weißtanne habe den Vorteil einer geringen Aufbauhöhe. Außerdem können Beleuchtung und Strahlheizplatten bündig integriert werden. Für die Optik soll diese Decke mit einem lasurartigen Lack in Weiß gestrichen werden, so dass die Holzstruktur noch sichtbar bleibt. Nicht gewünschte Alternative wäre das Abhängen der Decke mit Lochplatten gewesen. Sanitärbereich, Keller und Stuhllager werden mit kostengünstigeren Decken versehen.
  • Böden: Foyer, Flure und Sanitärräume werden gefliest. Das sei der Nutzung am ehesten angemessen, da Fliesen pflegeleicht seien, waren sich Planer und Gemeinderat einig. Ohne sich schon konkret festzulegen, wird für den Boden einmittlerer Farbton gewählt. Aktuell in Mode gekommene dunkle Böden seien ebenso wie zu helle Böden zu empfindlich gegen Schmutz, lautete die einhellige Meinung. Im Saal wird ein Multifunktionsboden verlegt. Das könne ein Vinylboden sein oder auch, wie aus den Reihen des Gemeinderats vorgeschlagen wurde, ein Industrieparkett. Entsprechende Angebote werden eingeholt.
  • Technische Gebäudeausrüstung: Die Beheizung des Gebäudes wird entsprechend dem Vorschlag von Ingenieur Reiner Oberele mit einer Pelletanlage erfolgen. Dabei erfolgt die Heizung des Saals mit Strahlplatten von der Decke her. Technisch können solche Platten auch kühlen. Auf Vorschlag von Gemeinderätin Sabine Roth erfolgt der Einbau entsprechender Anschlüsse, um diese Möglichkeit in Zukunft eventuell umsetzen zu können. Flure und Sanitärbereich erhalten eine Fußbodenheizung. In der Sakristei und dem Stuhllager werden die alten Heizkörper erhalten. Der Jugendraum im Untergeschoss wird aufgrund der jetzigen sehr schlechten Belüftungssituation mit einer Lüftungsanlage versehen.
  • Bauantrag und weitere Planung: Einstimmig und ohne jede weitere Diskussion hatte der Gemeinderat den Bauantrag für das Bürgerzentrum beschlossen. Die Argumente zum Bau seien ausgetauscht, war man sich einig. Die Ausführungsplanung und Ausschreibung der technischen Gebäudeausrüstung wird wie auch schon die ersten Leistungsphasen an das Ingenieurbüro Oberle vergeben. Auch dies beschloss der Gemeinderat einstimmig.