Mönchweiler (put) Zu einem Diskussionsabend zum Thema zukunftsorientierte Generationenpolitik mit Bürgermeister Rudolf Fluck und den weiteren Kreistagskandidaten der CDU hatte der CDU-Gemeindeverband Mönchweiler in den Wohnpark eingeladen. Obwohl die Zahl der Teilnehmer des Abends mit 15 recht überschaubar war, entspann sich in dessen Verlauf eine gute Diskussion, die sich mit allerlei Facetten der Generationenpolitik und letztlich auch weiteren den Landkreis betreffenden Themenfeldern befasste.

Zunächst gab Bürgermeister Rudolf Fluck, der wie weitere Bürgermeister für den Kreistag kandidiert, einen Überblick über das Projekt der Generationenhilfe mit seinen Bestandteilen, das in Mönchweiler derzeit im Aufbau ist.

Von den Projekten anderer Gemeinden, die sich ebenfalls im Bereich der Senioren- und Nachbarschaftshilfe engagieren, unterscheidet sich die Mönchweiler Generationenhilfe im Wesentlichen dadurch, dass hier die Bausteine Nachbarschaftshilfe, Mobilitätskonzept und sogenannte Hilfemixstrukturen mittels digitaler Vernetzung durch die Gemeindeverwaltung mit bezahlten Kräften unter einem Dach federführend initiiert und später in den Verein Generationenbrücke eingegliedert werden.

Mit solchen Netzwerken baue man in den ganz unterschiedlichen Gemeinden das wieder auf, was an Generationenhilfe über die Jahre verloren gegangen sei, stimmte der Königsfelder Bürgermeister Fritz Link den Ansätzen in Mönchweiler zu. Eventuell sei das Mönchweiler Modell sogar das Modell der Zukunft. Bei ähnlicher Problemstellung müsse aber jede Gemeinde auf unterschiedlichen Grundlagen aufbauen, war man sich einig. So sei das ehrenamtliche Engagement im Bereich sogenannter niederschwelliger, nicht pflegerischer Hilfen unterschiedlich stark verwurzelt und zukunftsfähig. Dennoch könne sich gewiss eine Gemeinde von der anderen etwas abschauen.

Ein weiteres Themenfeld war der öffentliche Personennahverkehr. Auch hier wurde für die anwesenden Bürger deutlich, dass am Ende alle Gemeinden ähnliche Problemstellungen zu bewältigen haben. Stichworte sind hier die Zonierung, Taktfrequenzen und die Umstellung des Nahverkehrsplans.

Beifall gab es zum Abschluss für eine Forderung von Andreas Braun: Innovationsgeist habe den Schwarzwald früher groß gemacht. Jetzt sei es an jeder Gemeinde, offen zu werden für neue Ideen, um damit die Probleme bestehender und künftiger Herausforderungen auch im Bereich der demografischen Entwicklung zu bewältigen.