Mönchweilers neuer Bürgermeister Rudolf Fluck wurde gestern Abend in der Alemannenhalle offiziell in sein Amt eingeführt. Er legte seinen Amtseid ab und als äußeres Zeichen seines Amtes wurde ihm die Amtskette überreicht. Knapp 200 Bürger sowie etliche Amts- und Würdenträger aus der Gemeinde und dem Umland waren gekommen, um an dieser besonderen Sitzung des Gemeinderates teilzunehmen und mit Rudolf Fluck den Abend zu feiern. Als kleine Überraschung enthielt das Programm eine Verabschiedung des bisherigen Bürgermeisters Friedrich Scheerer durch seinen Nachfolger Rudolf Fluck. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte der Musikverein Mönchweiler unter Leitung von Thomas Riedlinger. Der Turnverein hatte die Bewirtung des anschließenden Stehempfanges übernommen.

"Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe." So lautete die Eidesformel, die Rudolf Fluck gestern Abend unter Erhebung seiner rechten Hand sprach. Der stellvertretende Bürgermeister Peter Kaiser verpflichtete ihn anschließend und sein Amtskollege Wolfgang Eich übergab unter dem Beifall der Anwesenden die Amtskette.

Landrat Sven Hinterseh überbrachte die Glückwünsche des Landkreises an Rudolf Fluck. Ihm gab er unter anderem mit auf den Weg: "Die Wahl zum Bürgermeister von Mönchweiler ist zweifelsohne eine besondere Auszeichnung, aber auch eine Verpflichtung. Sie können gemeinsam mit dem Gemeinderat Gegenwart und Zukunft der Gemeinde gestalten." Gleichzeitig zeigte sich Sven Hinterseh überzeugt, dass Rudolf Fluck die nötige Erfahrung habe, die Gemeinde weiter voranzubringen und dass er das nötige Gespür für das Mögliche und das politisch Machbare mitbringe.

Der Schonacher Bürgermeister Jörg Frey sprach stellvertretend für die Bürgermeister des Landkreises und gratulierte Rudolf Fluck im Namen aller Kollegen. Besonders wichtig sei, so der Gratulant, dass die Achse zwischen Bürgermeister, Gemeinderat, Verwaltung und den Bürgern zu wachsen beginne und das gegenseitige Vertrauen aufgebaut und weiter vertieft werde. An die Bürger von Mönchweiler appellierte Jörg Frey mit einem Augenzwinkern und gleichzeitig ernstem Hintergrund: "Lassen sie ihrem Bürgermeister die Freiheit, auch einmal Privatperson sein zu können."

"Wichtige Aufgaben sind zum Abschluss zu bringen und neue stehen bereits an", legte Rudolf Fluck schließlich in seiner Ansprache dar. Bei seinem künftigen Handeln werde immer der Mensch als Person und das Miteinander der Gemeinschaft im Vordergrund stehen, kündigte er an. Ein einladendes Ortsbild, mehr Lebensqualität durch die Umsetzung des Lärmaktionsplans und die Wirtschaft als Fundament einer gesunden Gemeinde benannte er als Eckpunkte. Außerdem werde sich die Gemeinde bedingt durch den demografischen Wandel der Generationenpolitik als wichtige Daseinsvorsorge für die Bürger stellen.

Verabschiedung des Vorgängers Friedrich Scheerer

Seine Amtseinsetzung nutzte Rudolf Fluck gestern Abend, um seinem Vorgänger Friedrich Scheerer zu danken.

  • Deutliche Spuren hinterlassen: Er sagte: "Sie haben all die Jahre eine große Verantwortung getragen und als Nachfolger steht es mir gut an, ihnen heute Abend zu danken." Dann erinnerte Rudolf Fluck an die "deutlichen Spuren", die Friedrich Scheerer in der Gemeinde hinterlassen habe. Er führte beispielsweise ebenso die Sanierung der Hindenburgstraße wie der Schule und der Alemannenhalle sowie des Wasserhochbehälters an. Außerdem erinnerte Rudolf Fluck daran, dass seinem Amtsvorgänger die Kinder- und Familienpolitik besonders wichtig gewesen sei. Aber auch für die ältere Generation habe er mit dem Beginn des Baus des Wohnparks einen wichtigen Mosaikstein auf den Weg gebracht.
  • Zahlreiche Verdienste: Friedrich Scheerer sei einer der Vorreiter für schnelles Internet im ländlichen Raum gewesen. Der Zusammenhalt der Villinger Umlandgemeinden sei ihm im so genannten Sechserclub immer wichtig gewesen. Unvergesslich sei außerdem die 750-Jahr-Feier im Jahr 2008. Außerdem erinnerte Rudolf Fluck daran, dass Friedrich Scheerer sich in den Jahren 2004 bis 2014 als Mitglied des Kreistages für den Landkreis eingesetzt habe.
  • Ein Holzspalter als Geschenk: Als Abschiedsgeschenk hielt Rudolf Fluck für Friedrich Scheerer einen Holzspalter sowie für seine Ehefrau Ute einen schönen Blumenstrauß parat.

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