Die Baugebiete in der Goethestraße auf dem Gelände des früheren Kindergartens und auf der Kälberwaid beim Netto-Markt in Mönchweiler erfahren, so teilte Bürgermeister Rudolf Fluck am Donnerstag in der Sitzung des Gemeinderates mit, immense Nachfrage.

200 Euro pro Quadratmeter?

Für die acht Bauplätze in der Goethestraße – vier für Einfamilienhäuser, vier für Doppelhäuser – hätten sich 40 Interessenten bei der Gemeinde gemeldet, sagt der Bürgermeister. Auf diesem Gelände sollen Anfang August die Bagger für den Erschließungsbeginn anrollen. Den Kaufpreis für die Grundstücke wird die Gemeinde dann festlegen, wenn die genauen Erschließungskosten feststehen. Vergeben wurden jetzt die Arbeiten zur Verlegung der Wasserleitungen. Den Auftrag erhalten die Stadtwerke VS zu einem Angebotspreis von knapp 15 000 Euro. In einer früheren Sitzung des Gemeinderates war von einem Quadratmeterpreis von 200 Euro die Rede. Die Grundstücksvergabe wird anhand festgelegter Kriterien, also quasi einem Punktekatalog erfolgen, wenn der Quadratmeterpreis feststeht.

Vergleichsweise in den Anfängen befindet sich die Planung für das neue Baugebiet in der Kälberwaid. Das Gelände ist im Flächennutzungsplan bereits als Wohnbaufläche ausgewiesen. Es umfasst rund 24 000 Quadratmeter. Dort sollen 60 bis 80 Wohneinheiten, in Ein- und Zweifamilienwohnhäusern sowie in vier Mehrfamilienhäusern entstehen. Der Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren aufgestellt. Seine Offenlage wird voraussichtlich im Oktober erfolgen, kündigt Ortsbaumeister Berthold Fischer an.

Mit der Erschließungsplanung wurden jetzt die BIT Ingenieure beauftragt. Ziel sei im Winter die Erschließungsarbeiten auszuschreiben, um dann von günstigeren Preisen zu profitieren. Auf Vorschlag von Gemeinderat Lukas Weschle wird noch geprüft, ob für das Gebiet der Einsatz von Fernwärme eine sinnvolle Alternative darstellt. Gemeinderat Peter Kaiser schloss sich dem an und forderte, man müsse die Prüfung „offensiv angehen“ und schauen, ob es nicht Wege gebe so „einen sinnvollen Hebel für die Verbesserung der Co2-Bilanz in der Gemeinde zu finden. Für das Gebiet hätten sich bereits jetzt 100 Bewerber für Bauplätze bei der Gemeinde gemeldet, teilte Rudolf Fluck mit.