Die Freude war groß beim Heimat- und Geschichtsverein Mönchweiler, als man erfuhr, dass das Uhrenmuseum Furtwangen kostenlos eine Schilderuhr des Mönchweiler Uhrmachers Matthias Staiger zur Verfügung stellt. Die Uhr wird künftig in der Heimatstube ausgestellt werden.

Die Uhr stammt aus einer Sammlung

Die Uhr stammt aus der Uhrensammlung von Brigitte Billing. Sie lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 2016 in der Kurpfalz. Zusammen mit ihrer Mutter hat sie in den 1960er-Jahren eine umfangreiche Sammlung vor allem von Lackschilderuhren des 19. Jahrhunderts zusammen getragen.

Die Sammlung vermachte sie dem Uhrenmuseum Furtwangen zur freien Verfügung, sodass das Museum die Uhr des Mönchweiler Uhrmachers nun an den Heimat- und Geschichtsverein abgeben konnte.

Blick hinter den Uhrenschild: Das Innere der Schilduhr zeugt von der filigranen Technik der heimischen Uhrmacherei.
Blick hinter den Uhrenschild: Das Innere der Schilduhr zeugt von der filigranen Technik der heimischen Uhrmacherei. | Bild: Cornelia Putschbach

Für den Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins, Rudi Schimmer, und seinen Stellvertreter Jörg Spahmann bietet die Uhr mehrere interessante Rätsel. So wurden sie bereits durch den stellvertretenden Museumsleiter des Uhrenmuseums Johannes Graf darauf hingewiesen, dass auf der Rückseite der Uhr der Name „Johannes Sommer“, und etwas schwerer lesbar vermutlich die Ortsangabe „Mönchszell“ vermerkt ist.

Möglicherweise handle es sich um einen früheren Besitzer der Uhr, denn Mönchszell ist heute ein Ortsteil von Meckesheim unweit von Heidelberg, wo die Sammlerin Brigitte Billing die Uhr 1963 von einem Händler namens Bischoff erwarb.

Rudi Schimmer und Jörg Spahmann zeigen die alte Schilduhr, die dem Heimat- und Geschichtsverein Mönchweiler durch das Uhrenmuseum Furtwangen überlassen wurde. Sie stammt aus der Sammlung von Brigitte Billing.
Rudi Schimmer und Jörg Spahmann zeigen die alte Schilduhr, die dem Heimat- und Geschichtsverein Mönchweiler durch das Uhrenmuseum Furtwangen überlassen wurde. Sie stammt aus der Sammlung von Brigitte Billing. | Bild: Cornelia Putschbach

Die Schilduhr mit der schön bemalten Holztafel als Ziffernblatt wird nun in der Heimatstube einen Ehrenplatz erhalten und dort gemeinsam mit verschiedenen Uhrmacherwerkzeugen und anderen thematisch passenden Ausstellungsstücken gezeigt werden.

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Wie Rudi Schimmer und Jörg Spahmann bei der Vorstellung der antiken Schilduhr ankündigen, wird die Heimatstube ihr Gesicht in den kommenden Monaten etwas verändern. Der hinter dem Gebäude der alten Milchzentrale, dem Standort der Heimatstube, befindliche Schopf wird dem Heimat- und Geschichtsverein zum Teil zur Nutzung überlassen.

Nachdem er dann isoliert und etwas ausgebaut wurde, wird ein Teil der Ausstellung aus der Milchzentrale dorthin umziehen, sodass der Verein in Zukunft weitere, dringend benötigte Ausstellungsfläche nutzen kann.