Der Aufbau einer Generationenhilfe in Mönchweiler ist für Bürgermeister Rudolf Fluck eine Angelegenheit mit hoher Priorität. Jetzt berichtete er bei einem öffentlichen Informationsabend in der Mensa der Gemeinschaftsschule über den Aufbau des Projekts, bereits erfolgte Schritte und Planungen. Rund 40 Zuhörer waren der Einladung gefolgt. Das Thema ist nicht nur für den Bürgermeister wichtig. Das konnte der Beobachter an diesem Abend sehen. Immer wieder begleiteten viele Anwesende die Ausführungen des Bürgermeisters mit zustimmendem Kopfnicken und am Ende mit einigem Beifall.

Unterstützung im Alltag und zur Pflege

Mit der Generationenhilfe soll in Mönchweiler eine zukunftsfähige Generationenpolitik angestoßen werden, die eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Infrastruktur zur Unterstützung im Alltag und zur Pflege sicherstellt, so Rudolf Fluck einleitend. Die Eigenständigkeit der Menschen in den eigenen vier Wänden soll so lange als mögliche erhalten bleiben. Bislang fehle es in der Landespolitik komplett an Engagement und Konzepten bei diesem Thema, sagt der Bürgermeister. Man überlasse das Feld den großen Wohlfahrtsverbänden mit der Folge, dass viele Menschen die notwendige Unterstützung nicht mehr bezahlen können und auf die Unterstützung der Sozialträger angewiesen sind.

Hilfe im Haushalt oder bei Erledigungen

Professionelle Pflege soll in Mönchweiler auch weiterhin durch Pflegedienste erfolgen, niederschwellige Angebote aber, wie zum Beispiel die Unterstützung im Haushalt oder der Aufbau eines Mobilitätskonzeptes, sollen durch die Generationenhilfe umgesetzt werden. Dazu werden in Mönchweiler verschiedene Akteure zusammenarbeiten, erläuterte der Bürgermeister. Das sind ebenso die Gemeinde wie die Kirchen, die Generationenbrücke und auch die ambulanten Pflegedienste vor Ort. Seit Anfang des Jahres wird das Projekt aufgebaut. Künftig soll es in den Verein der Generationenbrücke integriert werden.

Digitales ist erst der dritte Baustein

Gefördert durch das „Innovationsprogramm Pflege 2018“ des Landes können in Mönchweiler drei Projektfelder aufgebaut werden. Das sind der Aufbau einer Nachbarschaftshilfe, ein Mobilitätsmodell und eine digital unterstützte Quartiersentwicklung. Die beiden erst genannten Bausteine sollen im September starten. Der digitale Baustein wird später folgen.

Eigene Ansprechpartnerin für die Bürger

Zum Aufbau der Nachbarschaftshilfe, der Generationenhilfe, beschäftigt die Gemeinde Mönchweiler seit Anfang des Jahres Sabiene Müller. Sie ist unter anderem Ansprechpartnerin für die Bürger und zuständig für die Auswahl der Helfer. Integriert werden zudem bereits bislang bestehende Angebote wie beispielsweise das Betreute Wohnen zu Hause. Zum 1. September soll in die Struktur der Nachbarschaftshilfe außerdem über den Bundesfreiwilligendienst eine weitere Unterstützungskraft zur Verfügung stehen. Aktuell werden schon 20 Helfende für den Start der Nachbarschaftshilfe geschult. Weitere werden im Herbst folgen.

Bürgerzentrum ein Steinchen im Mosaik

Nach den Ausführungen zur Generationenhilfe stellte Rudolf Fluck die Pläne des Bürgerzentrums vor. Der Baubeginn steht unmittelbar bevor. Das Bürgerzentrum im umgebauten und sanierten Pfarrsaal soll Treffpunkt und Anlaufstelle für alle Generationen sein und damit auch einen Beitrag für die Generationenhilfe leisten. So soll nach dessen Fertigstellung dort neben verschiedenen Veranstaltungen beispielsweise ein Bürgercafé entstehen.