Manch einer im Städtle staunt, wenn er den roten Elektro-Frosch vorbeiflitzen sieht. In dem Elektro-Lastenfahrzeug sitzen vor allem Albert und Angela Vögt, die ihre Kundschaft mit Getränken beliefern. Waren sie bisher mit dem Lastwagen unterwegs, so haben sich die Vögts seit geraumer Zeit für den umweltfreundlichen Elektro-Frosch – in Südostasien auch als „Tuk-Tuk“ bekannt – entschlossen.

„Wir bieten unserer Kundschaft Service und Flexibilität“, so Angela Vögt, Inhaberin des Getränkevertriebs. Mit dem roten Elektro-Ladefahrzeug sei dies noch besser umsetzbar, unterstreicht Ehemann Albert. Für den Lastwagen war ein entsprechender Führerschein notwendig, den Elektro-Frosch darf jeder der fünf Aushilfsfahrer fahren, da für ihn ein Mopedführerschein genügt.

Der Hauptgedanke von Angela und Albert Vögt, sich für ein solches Gefährt zu entscheiden, habe auf mehreren Säulen geruht. So wollte man die Innenstadt entlasten, dem Umweltgedanken Rechnung tragen und dazu noch die Flexibilität und den Zeitaufwand verbessern.

Das Fahrrad kam nicht gegen den Kleintransporter an

Nach intensiver Information hatte sich das Unternehmerpaar zunächst für ein Elektro-Lasten-Fahrrad entschieden. Doch hier zeigten sich bei der Topographie schnell die Grenzen. Also entschieden sich die Vögts gegen das geförderte Elektrofahrrad und stattdessen für einen nicht geförderten Elektro-Kleintransporter.

Dieser wird vier bis sechs Stunden an das normale Stromnetz angeschlossen, die Vögts beziehen nur Strom aus Wasserkraft, um dann mit maximal 40 Stundenkilometern auf Tour zu gehen.

Die Reichweite liegt je nach Steillage zwischen 40 und 100 Kilometer. 330 Kilogramm können aufgeladen werden, eine Plane schützt die Ladung. Die geschlossene Fahrerkabine ermöglicht Touren das ganze Jahr über, „allerdings fahren wir nicht bei Schnee und Eis“, so Albert Vögt.

Viele Vorteile bei Festen

Einen großen Vorteil habe der Elektro-Frosch bei Straßenfesten, wie etwa dem Städtlefest. Mit dem kleinen wendigen Gefährt könne man Nachlieferungen gut vor Ort übernehmen. Auch gäbe es keine Parkplatz-Probleme.

Leider können Angela und Albert Vögt dies in diesem Jahr nicht ausprobieren. Zwar hätten neben dem Städtlefest noch zahlreiche Festlichkeiten im Baarstädtchen stattfinden sollen, doch aufgrund der Corona-Krise sind diese Veranstaltungen nicht möglich. „Wir haben Einbußen von 85 Prozent“, so Geschäftsinhaberin Angela Vögt.

Vor 22 Jahren hat die heute 51-jährige Geschäftsfrau den Getränkehandel von den Schwiegereltern Artur und Luise Vögt übernommen. Zunächst nebenberuflich, 1998 bauten die Vögts den Getränkehandel im Gewerbegebiet zu einem Getränkeservice aus.

Mit Ehemann Albert und unterstützt von Sohn Julian können sie jedes Fest beliefern, mit Getränken, aber auch mit dem Festinventar von Getränketheken, bis hin zu Ausschank- oder Kühlwägen.

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