Einen gefährlichen Schulweg zum Bahnhof haben die Schüler in Unadingen jeden Tag vor sich, wenn sie die Kreisstraße 4972 (Kiesstraße) überqueren müssen. 2019 wurde mit der Elektrifizierung der Höllentalbahn der Bahnhalt reaktiviert, dafür die Buslinien minimiert. Täglich müssen 60 Schüler diese Straße zwei Mal überqueren, um in die Schule und zurück zu kommen. Dies gilt auch für alle Fahrgäste mit der Bundesbahn und die dortigen Anwohner.

Dass die Überquerung dieser stark frequentierten Kreisstraße immerhin mit einer Breite von zehn Metern plus Abbiegespur für die Fußgänger – insbesondere für die Schüler und Senioren – sehr gefährlich ist, versteht sich von selbst. Schon seit Jahren kämpft der Ortschaftsrat um eine Reduzierung der Geschwindigkeit, zumal es hier schon mehrere tödliche Unfälle gab. Die Situation verschärfte sich durch den gesteigerten Zugverkehr. Während man nach hartem Kampf die Geschwindigkeit im Kreuzungsbereich auf 70 Stundenkilometer absenkte, wird eine geforderte Ampel nicht realisiert werden, so die Aussage des Landratsamtes.

Warnung vor trügerischer Sicherheit

Nun konnte Ortsvorsteherin Kathrin Kramer ihre Ortschaftsräte über die Installierung einer Blinklicht-Warnanlage informieren. Auf beiden Seiten der Überquerung im Kreuzungsbereich Lindenstraße wurden Drücker (Buzzer) angebracht, die nach Betätigung den Fahrer zur Temporeduzierung auf 50 Stundenkilometer auffordern, ergänzt wurde die Anlage mit dem Gefahrzeichen Kinder. „Dies ist zwar besser als nichts, aber keineswegs kann hier von einer Entwarnung gesprochen werden. Das Überqueren der Straße ist nach wie vor gefährlich und kein Fußgänger darf sich durch die Warnanlage in Sicherheit wiegen“, so die Ortsvorsteherin. Bedauerlicherweise kann der Fußgänger nicht beurteilen, ob und wann die Warnanlage sich einschaltet. Kramer fordert vermehrte Radarkontrollen, welche vom Landratsamt zugesagt wurden.

Ebenfalls möchte Kathrin Kramer auf die Erweiterung der 70er-Zone Richtung Steinbruch-Bachheim drängen. In Sachen Verkehr ist der Ortschaftsrat über die Umleitungsstrecke der B31 über „Auf Heiden“ nicht erfreut und plädiert auf eine Lösung außerorts.