Löffingen hat viele Besonderheiten aufzuweisen, so auch die zahlreichen Brunnen, die an die beeindruckende Marktgeschichte und Wallfahrt erinnern. Bei der Überarbeitung der Bürgerbroschüre stieß der Heimatforscher Rudolf Gwinner auf Quellen über den Aufbau der Löffinger Wasserversorgung mit Leitungssystem im Jahr 1873.

Die 21 Brunnen waren für die Wasserversorgung für Mensch und Tier lebensnotwendig und auch für die vielen Pilger zum Schneekreuz und später die Händler und Besucher auf dem Kornmarkt.

Drei der Brunnen sind besonders alt

Die drei ältesten Brunnen dürften bereits bei der Stadtgründung gestanden haben. Auf dem Schnitterbrunnen vor dem Rathaus erinnert die 1869 gegossene Bronzefigur der Schnitterin an den beindruckenden Kornmarkt.

Ebenso bekannt ist der Demetriusbrunnen vor dem Rathaus und neben dem Mailändertor, auf dessen Brunnensäule der Stadtpatron wacht. Beim Bombenangriff 1945 wurde der Brunnen zwar zerstört, aber nicht die Figur des heiligen Demetrius.

Vom landwirtschaftlich unverzichtbaren Bauwerk zum Verkehrshindernis

Der dritte im Bunde ist der Pfarrbrunnen, der in der Kirchstraße vor der Sonne stand und später ein Verkehrshindernis darstellte. Die meisten Laufbrunnen waren um den Brunnentrog gepflastert, damit das Vieh nicht im aufgeweichten Boden einsinkt. Der Laufbrunnen in der Kirchstraße wurde mit der Aussiedlung der dortigen Landwirte 1958 ins Stettholz umgesiedelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Hexenbrunnen vor der Stadtkirche wurde anstelle des alten Laufbrunnens im Jahr 1975 von der Löffinger Hexengruppe gestiftet und mit einem kleinen Volksfest eingeweiht. Der imposante Brunnen vor der Kirche, auf dessen Brunnensäule die Löffinger Hexe thront, zeigt die Verbundenheit der Hexengruppe mit Löffingen.

Nicht unumstritten ist der neueste Brunnen im Schlempental, der nicht mehr plätschert. Nach der Neugestaltung im Bereich der oberen Hauptstraße entstand hier ein neuer Brunnen mit sieben unterschiedlichen Stelen, die Löffingen mit den Ortsteilen darstellen sollen.