Vielen Menschen sei die Bedeutung von Insekten wie den Bienen überhaupt nicht bewusst. „Ohne sie gäbe es weder Obst noch Gemüse“, sagt Thomas Rosenstiel. Der ehemalige Löffinger Stadtbaumeister hat sich mit dem Thema Bienen schon lange vor seiner Zeit als aktiver Imker beschäftigt.

2017 belegte er beim Löffinger Bezirksimkerverein einen Grundkurs, informierte sich bei Imkern, um sich dann selbst die entsprechende Ausstattung anzuschaffen. Heute ist Thomas Rosenstiel stolzer Besitzer von fünf Bienenvölkern, zwei in seinem Garten, drei außerhalb.

Garten wird zur Futterquelle

Natürlich hat er zusammen mit Ehefrau Rita, die nicht nur hinter dem Hobby ihres Mannes steht, sondern gerne auch mithilft, den Garten als Futterquelle für seine Bienen angepasst. Neben dem Teich, der für genügend Flüssigkeit sorgt, wachsen dort Bienen- und Schmetterlingsfreundliche Pflanzen.

Diese Bienen sind im Anflug auf ihren Bienenstock.
Diese Bienen sind im Anflug auf ihren Bienenstock. | Bild: Gerold Bächle

Allerdings, räumt Thomas Rosenstiel ein, hätte er nie mit einem solchen Zeitaufwand gerechnet. „Doch es sind Tiere und für diese habe ich nicht nur die Verantwortung, sondern sie verdienen auch eine richtige Behandlung.“

Hinsetzen, beobachten, runterkommen

Man könne im Bienenstock zum Beispiel nicht mal schnell nach dem Rechten schauen. Die Insekten würden sofort spüren, ob man im Stress sei. Dann sei erst mal „hinsetzen, beobachten und runterkommen angesagt“.

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Arbeit gäbe es das ganze Jahr über, allerdings sei die Hauptarbeitszeit das Frühjahr, im Juni und September komme noch das Honigschleudern hinzu. Ein eigenes Gerät sei aus hygienischen Gründungen ratsam.

Tipps bei einem Bienenstich

Wichtig sei auch das Räuchergerät, um Bienenstiche zu verhindern. Die schmerzhaften Stiche seien bei aufgeregter Atmosphäre, auch bei Gewitteranzug, kaum zu verhindern.

Zur Akutversorgung rät Rosenstiel, den Stich mit einem heißwassergetränktem Tuch (über 37 Grad) sofort zu bedecken, damit das Eiweiß zerfalle und es weniger zur Schwellung komme.

Erfreut nimmt der heute 67-jährige Bauingenieur zur Kenntnis, dass immer mehr Blühstreifen in der Natur stehen bleiben und auch ein Umdenken in manchem Garten zu sehen sei, so sehe er zunehmend blühende Blumenwiesen, bienenfreundliche Balkonpflanzen oder Gemüsegärten. Besonders wichtig ist dem Imker der Appell, keine Pestizide einzusetzen.