Über 24 Millionen Euro hat Testo nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2019 zugelegt und damit einen neuen Rekordumsatz von 340 Millionen Euro erzielt. „Dieses Wachstum von 7,6 Prozent entspricht auch den Prognosen der Unternehmensleitung für das abgelaufene Jahr“, informiert Testo in einer öffentlichen Mitteilung.

„Das Jahr 2019 brachte für uns den Durchbruch in dem neuen Geschäftsmodell Solutions. Großaufträge aus Belgien, Japan und diversen Landesgesellschaften von McDonald´s haben uns bewiesen, dass wir mit integrierten Lösungen für Restaurant- und Supermarktketten auf dem richtigen Weg sind,“ so Testo-Chef Burkart Knospe.

Bereits in 2019 konnten so die McDonald‘s Filialen in Polen und den Baltischen Staaten mit digitalen Mess- und Qualitätssicherungssystemen von Testo ausgestattet werden. „Produktseitig werden wir uns auch deswegen an 2019 als das Jahr erinnern, in dem Testo mit dem neuen Geschäftsmodell Solutions erstmals signifikante Auftragssteigerungen verzeichnete“, so Burkart Knospe. Rund 3,3 Millionen Euro betrug der Auftragseingang mit den neuen Cloud-basierten Solutions. Für 2020 erwartet das Hochschwarzwälder Unternehmen deutlich steigende Umsätze mit dem neuen Geschäftsmodell.

Im Stammgeschäft mit Messgeräten konnte das in 26 Ländern vertretene Unternehmen in 2019 nur leicht zulegen, und das auch nur nach einem starken vierten Quartal. „Ausschlaggebend für das schwache Wachstum mit Messgeräten waren zum einen die deutlichen Umsatzrückgänge in den USA. Dieser größte Auslandsmarkt der Testo blieb infolge der Strafzollregelung über neun Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Andererseits kämpfte auch der deutsche Markt ganzjährig um Wachstum im Messgerätegeschäft, was letztlich erst dank eines sehr guten Geschäftsverlaufs im Dezember gesichert werden konnte“, erklärt der Testo-Chef.

Die größten Zuwächse erzielen in 2019 die Testo Landesgesellschaften in Polen, Russland, China, Großbritannien und Frankreich.

Auch das Jahr 2020 habe gut begonnen und ein Umsatzwachstum von rund zehn Prozent ermöglicht. Dies wurde einerseits durch einen starken Anstieg bei Installationen von Systemen bei McDonald´s Filialen ermöglicht. Andererseits halfen aber auch einige Großaufträge für Wärmebildkameras und Infrarotthermometer bei diesem Wachstum. Letzte werden in vielen Ländern genutzt, um Menschen mit erhöhter Körpertemperatur zu erkennen und auf das Corona-Virus zu überprüfen.

Für die kommenden Wochen und Monate sieht man allerdings bei Testo keine so günstigen Konstellationen mehr. Das Unternehmen befürchtet erhebliche Umsatzrückgänge im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise, die sich derzeit im Zusammenhang mit der Epidemie anbahnt. Verschiedene Szenarien wurden ausgearbeitet, die im ungünstigsten Fall Umsatzrückgänge von 20 Prozent gegenüber Vorjahr annehmen.

Auf diese „Worst-Case-Szenarien“ wollen sich die Hochschwarzwälder jetzt einstellen, um auch gegenüber solchen Entwicklungen gerüstet zu sein. Aus diesem Grund wurde unter anderem der Bau des Hotels am Titisee bis auf weiteres verschoben. Auch wird der Vorstand vorschlagen, in diesem Jahr keine Dividende auszuschütten, sondern die Gewinne im Unternehmen zu belassen und damit weitere Sicherheiten für die Krise aufzubauen.

Aktuell beschäftigt Testo weltweit etwa 3200 Mitarbeiter. Der Aufbau erfolgte insbesondere im personalintensiven Dienstleistungsgeschäft der Testo Industrial Services. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter im Konzern arbeitet im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Sie verteilen sich hier auf die Standorte Lenzkirch, Titisee und Kirchzarten.

Testo mit Hauptsitz in Titisee-Neustadt im Hochschwarzwald ist weltweit führend im Bereich portabler und stationärer Messlösungen. In 34 Tochtergesellschaften rund um den Globus forschen, entwickeln, produzieren und vermarkten rund 3200 Mitarbeiter für das High-Tech-Unternehmen. Der Messtechnik-Experte überzeugt weltweit Kunden mit hochpräzisen Messgeräten und innovativen Lösungen für das Messdatenmanagement von morgen. Produkte von Testo helfen Zeit und Ressourcen zu sparen, die Umwelt und die Gesundheit von Menschen zu schützen und die Qualität von Waren und Dienstleistungen zu steigern.

Ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über zehn Prozent seit der Gründung 1957 und ein aktueller Umsatz von über 300 Millionen Euro zeigen eindrücklich, dass Hochschwarzwald und High-Tech-Systeme perfekt zusammenpassen. Zum Erfolgsrezept von Testo gehören auch die überdurchschnittlichen Investitionen in die Zukunft des Unternehmens. Etwa ein Zehntel des jährlichen Umsatzes weltweit investiert Testo nach eigenen Angaben in Forschung und Entwicklung.

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