Vor 159 Jahren wurde die freiwillige Feuerwehr Unadingen aus der Taufe gehoben: eine wichtige Institution, die schon lange über den Dorfrand hinausschaut und sich nun endlich auf genügend Platz für die notwendige Ausrüstun und Raum für die derzeit 45 Aktiven freuen darf.

Meilenstein für Unadingen

Mit dem Spatenstich durch Bürgermeister Tobias Link, Ortsvorsteherin Kathrin Kramer, Gesamtkommandant Bernd Schwörer, Projektleiter Thorsten Hasenfratz sowie dem Unadinger Abteilungskommandant Patrick Oschwald und sein Adjutant Stefan Schwendemann wurde ein wichtiger Meilenstein für Unadingen und der Abteilungswehr gesetzt.

Wie wichtig eine gut ausgebildete Feuerwehr mit moderner Gerätschaft ist, hob Bürgermeister Tobias Link hervor: „Die Katastrophe in Bachheim gestern Abend hat dies eindrücklich gezeigt. Hinzu kämen noch die Einsätze an der B 31. „Eine zeitgemäße Hilfe erfordere eine zeitgemäße Ausstattung, hierzu gehört auch das neue Feuerwehrgerätehaus“ unterstrich Bernd Schwörer.

„Kein Luxusgebäude“

Man habe zahlreiche Feuerwehrgerätehäuser angeschaut, es entstehe kein Luxusgebäude sondern nur das Notwendigste, unterstrich auch Thorsten Hasenfratz vom Planungsbüro Bernd Sättele. „Es steht außer Frage, dass die Arbeitsbedingungen für die ehrenamtliche Arbeit unserer Feuerwehr verbessert werden muss. Die einzige wirksame Hilfe ist dieses neue Feuerwehrgerätehaus für die gut ausgebildete und motivierte Unadinger Abteilungswehr“, so die Ortsvorsteherin Kathrin Kramer. Dass die meisten Gewerke in Unadingen und der Region bleiben, freut nicht nur sie.

Bisher ist die Feuerwehr im Rathaus-Grundschulgebäude untergebracht. Hier in der kleinen Garage hätte das neue Tragkraftspritzenfahrzeug, welche Ende des Jahres erwartet wird, überhaupt keinen Platz. Das Platzproblem erfordert von den Wehrmännern im Alarmfall erst nach hause zu fahren, um dort die Feuerwehrschutzkleidung anzuziehen, ein Manko, welches Abteilungskommandant Patrick Oschwald schon mehrfach bemängelte.

Baukosten liegen bei 850.000 Euro

Auf dem 1.300 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet Schachen wird nun ein zweistöckiges Gebäude in Holzrahmenbauweise mit Satteldach entstehen. Die Baukosten für das neue Feuerwehrgerätehaus in Unadingen werden auf 850.000 Euro beziffert, wobei ein Zuschuss von 120.000 Euro erwartet wird. Auf einer Nutzfläche von 325 Quadratmeter entsteht ein zwei geteiltes Gebäude.

In der Einstellhalle mit Fachwerkträgern ist Platz für zwei Fahrzeuge. Im zweigeschossigen Verwaltungsbereich werden im Erdgeschoss Toiletten, ein barrierefreies WC, ein WC für Damen, Umkleideräume, Duschen und ein Lagerraum entstehen. Im Obergeschoss ist ein 60 Quadratmeter großer Seminarraum, ein Büro mit Sanitätsraum, ein Funkraum und eine kleine Teeküche untergebracht. Vor dem Gebäude sind 14 Stellplätze geplant.