Während der Normalbürger mit 65 Lebensjahren auf das Ende eines Berufslebens blickt, hat Egon Oschwald nicht nur 65 Jahre Musikerleben hinter sich, sondern wird beim Handharmonikaspielring auch in Zukunft dabei sein, selbst wenn er plant, etwas kürzer zu treten. „Man kann es sich überhaupt nicht ohne ihn vorstellen“, so Vorsitzender Jörg Wider, sind doch Ehrendirigent Egon Oschwald und sein Vater, Ehrenvorsitzender Heinrich Wider, noch aktive Gründungsmitglieder.

Mit acht Jahren der erste Unterricht

Bereits mit acht Jahren nahm Egon Oschwald Unterricht auf dem diatonischen Akkordeon. Dieses kleinere Knopfgriff-Akkordeon erzeugt die unterschiedlichen Töne durch Zug und Druck. Später wechselte er zum bekannten Akkordeonlehrer Josef Asal, um nun das Tastenakkordeon mit der schwarz-weißen Klaviatur zu erlernen.

Hirschenwirt legt 1957 die Basis

1957 bei der Wiedergründung waren Egon Oschwald, Heinrich und Klaus Wider mit dabei, als der Seppenhofer Hirschenwirt Paul Benz die Basis legte. Von nun an hieß der Verein Handharmonikaspielring Löffingen, Seppenhofen, Reiselfingen.

Dem engagierten Musiker Oschwald reichte das aktive Spielen nicht und so besuchte er verschiedene Dirigentenlehrgänge in Trossingen. In den turbulenten 1960er-Jahren waren es Egon Oschwald als Dirigent, Heinrich Wider als Vorsitzender und Walter Maier, welche mit großem Engagement den Verein am Leben erhielten.

Vereinsname spiegelt Verbreitung wider

Egon Oschwald, nun verantwortlich für das Konzertorchester (von 1963 bis 2006), führte den Verein in neue und anspruchsvolle musikalische Sphären. 1968 wurde der Verein in Handharmonika-Spielring Löffingen und Umgebung umbenannt, um der Herkunft der Spieler Rechnung zu tragen.

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Oschwald verstand und versteht es bis heute, die Leidenschaft an der Musik weiterzugeben, die Musiker zu fordern, ohne sie zu überfordern. 1974 nahm man sogar am Wertungsspiel in Wurmlingen teil, bei dem das Orchester die Wertung „sehr gut“ erhielt. Gerade die Pfingstkonzerte zeigten die Brillanz und Qualität des Konzertorchesters.

Sein Engagement nimmt die Jugendlichen mit

Die Jugendarbeit gipfelte in der Gründung des Jugendorchesters 1975, welches Egon Oschwald bis 1996 ebenfalls dirigierte. Die musikalische Leitung in diesem Jugendorchester hatte eine völlig andere Basis als beim Konzertorchester. Doch auch hier schaffte Egon Oschwald den Spagat zwischen jugendlicher Musikliteratur und Akkordeon-Begeisterung.

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1979 traten beide Orchester unter der Leitung von Egon Oschwald erstmals beim Pfingstkonzert auf. 1981, zum 25-jährigen Vereinsjubiläum, gliederte sich das neu geschaffene Seniorenorchester an. Auch hier war es Oschwald, der die musikalische Basis für den Wunsch der Musiker legte, die sich nicht mehr den ganz so hohen Anforderungen stellen wollten und dafür die Pfingstkonzerte mit traditioneller Akkordeonmusik bereicherten.