Falls das Wetter es zulässt, kann die untere Hauptstraße von der Einfahrt des Gasthauses Sonne bis Höhe der Bäckereien Schmid und Gehri am Montag wieder geöffnet werden. Aufgrund der Arbeiten für die Verdolung des Bittenbachs ist dieser Teil noch für den Verkehr gesperrt.

Die Konstruktion zum Verlauf des Bittenbachs bedurfte einer dringenden Sanierung. Laut Stadtbauamtsleiter Udo Brugger hatte es aus Sicherheitsgründen keinen Aufschub mehr erlaubt. Nach einer Vor-Ort-Besichtigung, auch durch den Gemeinderat und Behörden, wurde dies untermauert. Saniert wurden die 120 Meter vom Auslass in der Kirchstraße bis zur Einmündung in die untere Hauptstraße.

Nach Rücksprache mit Feuerwehrkommandant Christian Heizmann wurde im Mai mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten der Betonkonstruktion inklusive Stahlträgern der Decke begonnen. Wände und Decken waren ebenso schwer in Mitleidenschaft gezogen wie das künstliche Bachbett. Auch dieses wurde saniert und für eine bessere Durchflutung der Querschnitt erweitert.

550.000 Euro kostete das Projekt

Gleichzeitig wurden sämtliche Querungen für Strom, Wasser, Gas und Nahwärme richtig gesichert, schon im Hinblick auf eine geplante Baumaßnahme auf dem alten Bauhofgelände. Begonnen wurde in der Kirchstraße, seit Mitte September wurde dann das Stück in die Einmündung der unteren Hauptstraße in Angriff genommen.

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Während der Maßnahmen seien die Zufahrten zu den Geschäften gewährleistet gewesen, so der Bauamtsleiter. Das Zeitfenster von sechs Monaten und der Kostenrahmen von 550.000 Euro wurden eingehalten.

Sperrung belastete Händler

Nicht ganz so glücklich mit der Sperrung war Marlene Hauser vom gleichnamigen Schreibwarengeschäft, da diese mit Ende der Schul- und Handwerkerferien zusammenfiel: „Wir sind froh, dass die Kunden den Weg zu uns zu Fuß gefunden haben.“

Yilmaz Yunus, der vor einem Jahr den „Urfa Kebap“ eröffnet hatte, kam mit den Einschränkungen ebenfalls nicht so gut zu recht. „Wir hatten finanzielle Einbußen“, sagt er. Vor allem kamen weniger Gäste und Abholer ins Restaurant, zumal letztere keine Parkmöglichkeit hatten. Es sei aber gelungen, zusammen mit dem Team den Bringservice gut zu bestücken.

Aus Reihen der Händler gibt es aber auch Lob

Für Olga Rietscher, die einen Spezialitätenladen betreibt, gab es kaum Probleme: „Ich froh, dass alles so schnell durchgezogen wurde. Es wurde toll gearbeitet.“

Der Bittenbach ist ein Stadtbach mit Geschichte. So berichtet Chronist Emil Ketterer, dass bereits 1265 eine Furt den Bittenbach überquerte. „Oberhalb des Mailänder Tors trieb das kleine Gewässer Schmiedhämmer und Lohstampfen an, unterhalb der Stadt die Walkmühlen der Gerber.“ 1831 wurde der Bach verdolt und unter die Straße gelegt.

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